Gerichtsentscheid Boris Becker verpasst Oli Pocher Maulkorb

Boris Becker hat beim Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen Oli Pocher erwirkt. Der Komiker darf Aussagen zur Becker'schen Insolvenz nicht weiter verbreiten.

Boris Becker hofft, sein privates Insolvenzverfahren noch dieses Jahr hinter sich zu lassen.
Gisela Schober/ Getty Images

Boris Becker hofft, sein privates Insolvenzverfahren noch dieses Jahr hinter sich zu lassen.


Seit Jahren liefern sich Boris Becker und Oli Pocher eine private Fehde, jetzt hat Becker Pocher zumindest in einem Punkt zum Schweigen gebracht. Der ehemalige Tennisstar erwirkte laut "Bild am Sonntag" vor dem Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen Pocher.

Der Komiker hatte Becker in einer Fernsehsendung "Insolvenzverschleppung" und "kriminelle Sachen" unterstellt. Diese Aussagen dürfe Pocher nicht mehr verbreiten, berichtet die "BamS".

Beckers Anwalt Christian-Oliver Moser bestätigte der Zeitung den Vorgang und erklärte: "Mein Mandant interessiert sich normalerweise nicht für die verzweifelte und offensichtlich dringend benötigte Eigenwerbung, die Herr Pocher immer wieder versucht, indem er den Namen Boris Becker in den Schmutz zieht. In diesem Fall hat Herr Pocher allerdings eine rote Linie überschritten."

Becker-Insolvenz: "Hätte mich intensiver kümmern müssen"

Becker, der seit Jahren in Großbritannien lebt, war 2017 von einem Gericht in London für insolvent erklärt worden. "Ich hätte die fälligen Schulden begleichen können", sagte der Ex-Tennisstar im November in einem Interview mit dem "Stern". Mit Blick auf das Insolvenzverfahren räumte er aber zugleich ein: "Mir ist bewusst, dass ich mich hier intensiver hätte kümmern müssen." In dem Interview erklärte Becker auch, er wolle bis Ende des Jahres schuldenfrei sein.

Die öffentlich ausgelebte Fehde zwischen Becker und Pocher nahm ihren Ausgang, als Pocher vor mehr als zehn Jahren mit Beckers Ex-Verlobten Alessandra Meyer-Wölden anbandelte. Mittlerweile sind sie beiden wieder geschieden, am Verhältnis der Männer aber hat das nichts geändert.

2013 etwa lieferten sich Becker und Pocher einen nächtlichen Streit auf Twitter, mit dem sie es in viele Medien schafften. Ein Einblick in das Niveau: Am Ende erklärte Pocher dem Ex-Tennisstar, er müsse jetzt schlafen, er habe schließlich "einen richtigen Job". Becker wiederum wünschte Pocher "viel Spaß bei der Scheidung".

Im vergangenen Jahr frotzelte Pocher nach der Trennung von Boris und Lilly Becker in der "Bunten": "Es hat eh schon länger gehalten, als ich dachte." Außerdem veröffentlichte der Komiker auf Instagram eine Foto-Collage von Becker und sich selbst vor dem Eiffelturm in Paris und schrieb: "Stadt der (Ex-)Liebe..."

Beckers Antwort auf Twitter: "Halte einfach deine Klappe und kümmere dich um deine eigene Familiengeschichte ( kompliziert genug...)." So richtig hat das offenbar nicht funktioniert.

irb



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