Brad Pitt bei den Anonymen Alkoholikern Die hässlichen Seiten bloßgelegt

Brad Pitt war jahrelang alkoholabhängig. Nach der Trennung von Angelina Jolie gelang ihm der Schnitt: durch Sitzungen bei den Anonymen Alkoholikern. Der Schauspieler spricht nun von einer befreienden Erfahrung.

Tristan Fewings/Getty Images

Die Trennung von Angelina Jolie hatte für Brad Pitt offenbar auch zumindest eine gute Seite. Denn der Schauspieler begann, sich seinem Suchtproblem zu stellen. "Ich habe zu viel gesoffen", sagte er selbst über sich. Doch die Zeiten, in denen er keinen Tag ohne Alkohol oder Joint überstand, sind nun vorbei.

Von seiner Läuterung nach der Trennung von Jolie hat der 55-Jährige nun der "New York Times" berichtet. Er sei anderthalb Jahre zu den Anonymen Alkoholikern gegangen, sagte Pitt der Zeitung. "Da sitzen all diese Männer um dich herum, offen und ehrlich auf eine Art und Weise, von der ich noch nie gehört hatte", sagte Pitt.

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Brad Pitt über seine Therapie: "Es war wirklich sehr befreiend"

Es sei ein sicherer Platz gewesen, in dem es wenig Verurteilung gab. Auch habe keiner aus der Gruppe Pitts Geschichten an die Medien verkauft.

Jolie weinte unter der Dusche

Im Herbst 2016 hatte Angelina Jolie die Scheidung eingereicht - zwei Jahre nach ihrer Hochzeit und elf Jahre nach ihrem Kennenlernen am Set des Films "Mr. und Mrs. Smith". Monatelang sei es mit der Beziehung bergab gegangen, sagte Jolie damals. Die Trennung sei die "schwerste Zeit" gewesen. "Und erst jetzt fangen wir wieder an, Luft zu holen."

Als Grund für die Scheidung hatte Jolie angegeben, Pitt habe im Sommer 2016 in betrunkenem Zustand eine Auseinandersetzung mit seinem Adoptivsohn Maddox gehabt. Pitt und Jolie haben drei adoptierte und drei leibliche Kinder.

Nun sagte Pitt: "Es war wirklich sehr befreiend, die eigenen hässlichen Seiten bloßzulegen. Das hat einen großen Wert." Über die Alkoholprobleme selbst sagte Pitt: "Ich hatte die Dinge so weit getrieben, wie ich es konnte." Er habe sich schließlich ein Trinkverbot erteilt.

Auch Jolie litt unter der Trennung - und stürzte sich in Hausarbeit. "Ich möchte ein richtiges Frühstück machen und den Haushalt führen. Das ist meine Leidenschaft", hatte die 44-Jährige vor einiger Zeit gesagt.

Sie war mit den sechs Kindern in ein Luxusanwesen in Los Angeles gezogen. Vor ihnen hielt sie ihre Gefühle jedoch zurück: "Ich will nicht, dass sie sich um mich Sorgen machen. Ich denke, es ist sehr wichtig, in der Dusche zu weinen und nicht vor ihnen."

apr/dpa



insgesamt 32 Beiträge
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stolte-privat 05.09.2019
1. Offen und Ehrlich
Das dürfte es sein, was Brad Pitt in seinem Umfeld vermisst hat. Hollywood ist ja nicht gerade dafür berühmt.
mussich 05.09.2019
2. was für eine Leere
ein Leben ohne Drogen und Alkohol. Macht das überhaupt Sinn?
arsvivendi 05.09.2019
3. Brad Pitt war jahrelang alkoholabhängig.
Das geht (leider) nicht. Einmal süchtig, immer süchtig. Schön, dass er jetzt wohl trocken ist.
sternenguckerle 05.09.2019
4. Verschwiegenheit
Ich bewundere die Verschwiegenheit der Teilnehmer bei diesen Anonymen Alkoholiker Treffen, dass da keiner mit Informationen an die Presse gegangen ist und sich alle auf ihre Probleme konzentriert haben!
kurtzweil 05.09.2019
5. Macht Sinn -
Oh ja, ein Leben ohne Alkohol macht sehr wohl Sinn, da gibt's keine Leere mehr. Während der Sauferei nur der Gedanke "Hab ich genug gebunkert für die nächsten Stunden?" - jetzt wird das Leben wieder farbig. Spreche aus Erfahrung.
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