Brad Pitt in Gespräch mit Anthony Hopkins "Habe seit 20 Jahren nicht mehr geweint"

Oscarpreisträger Anthony Hopkins hat Brad Pitt in einem Gespräch verraten, warum es im Alter normal sei, viel zu weinen. Auch die Alkoholprobleme beider Schauspieler wurden thematisiert.

Ken Ishii/Getty Images

Hollywoodstar trifft Hollywoodstar: Brad Pitt und Anthony Hopkins haben für das US-amerikanische "Interview"-Magazin gemeinsam auf ihre Karriere zurückgeblickt. In einem Gespräch der beiden gab Pitt an, dass er seit 20 Jahren nicht geweint habe. "Ich bin bekannt dafür, ein Nicht-Weiner zu sein. Ist das überhaupt ein Begriff?", sagte der 55-Jährige.

Jetzt, in der späteren Phase seines Lebens, berührten ihn die Dinge mehr - seine Kinder, seine Freunde, die Nachrichten. "Ich denke, das ist ein gutes Zeichen. Ich weiß nicht, wohin mich das führt, aber ich denke, es ist ein gutes Zeichen."

Anthony Hopkins, 26 Jahre älter als Brad Pitt, antwortete darauf, dass es normal sei, im Alter mehr weinen zu wollen: "Dabei geht es aber nicht um Trauer, sondern um die Schönheit des Lebens."

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Brad Pitt und Anthony Hopkins: Hollywoodstar trifft Hollywoodstar

Pitt schätze auch das Privileg, Zeit mit Menschen zu verbringen, die ihn inspirieren. So treffe er immer noch regelmäßig den berühmten Architekten Frank Gehry, der unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao errichten ließ. "Er ist kürzlich 90 geworden und ist genauso kreativ, wie er es früher war. Gehry hat einige großartige Gebäude entworfen. Das lässt mich denken: 'Wir sind Menschen, wir wollen eine Bestimmung. Wir brauchen einen Sinn in unserem Leben'", sagte Pitt.

"Ich tat es, weil es das einzige war, was ich kannte"

Auch die Alkoholprobleme beider Schauspieler wurden thematisiert. "Ich weiß nicht, warum ich mein Leben lang getrunken habe. Ich tat es, weil es das einzige war, was ich kannte" sagte Hopkins, der durch seine Darstellung des psychopathischen Mörders Dr. Hannibal Lecter im "Schweigen der Lämmer" weltberühmt wurde. Rückblickend sei zwar nicht alles schlecht gewesen, allerdings würde er einiges anders machen, wenn er könnte.

Pitt hatte erst im September in einem ausführlichen Interview mit der "New York Times" über seine Sucht gesprochen. Demnach sei er anderthalb Jahre zu den Anonymen Alkoholikern gegangen. "Da sitzen all diese Männer um dich herum, offen und ehrlich auf eine Art und Weise, von der ich noch nie gehört hatte", sagte Pitt.

Seinen Problemen habe er sich erst nach der Scheidung von Ex-Frau Angelina Jolie gestellt. "Ich habe zu viel gesoffen", sagte Pitt über sich selbst. Das Treffen der Anonymen Alkoholiker sei für ihn ein sicherer Ort gewesen, an dem es wenig Verurteilung gab. Auch habe keiner aus der Gruppe Pitts Geschichten an die Medien verkauft.

bam/dpa

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