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Brad Pitts Prosopagnosie: "Ich bleibe lieber zu Hause"

Foto: Victoria Will/ AP/dpa

Brad Pitt und der Gesichtsverlust "So viele Leute hassen mich"

Gerade sorgte Angelina Jolie mit ihrer präventiven Brustentfernung für Furore. Jetzt posierte ihr Lebensgefährte Brad Pitt für das Cover eines US-Männermagazins. Und offenbarte seine größte Schwäche.

Los Angeles - "Man trifft so verdammt viele Leute", sagt Brad Pitt. "Und dann trifft man sie wieder." Das ist so weit nicht schlimm. Aber offenbar ein Problem für den Schauspieler. Prosopagnosie heißt das Leiden, das ihm laut "Esquire" das Leben schwer macht. Demnach versaut die Unfähigkeit, Gesichter wiederzuerkennen, dem 49-Jährigen sogar den Spaß am Ausgehen: "Ich bleibe lieber zu Hause."

Er habe keine Ahnung, wieso er nicht in der Lage sei, sich Gesichter zu merken, so Pitt. "So viele Leute hassen mich, weil sie denken, ich habe keinen Respekt vor ihnen." Das sei aber nicht der Fall. Vielmehr irgendwie pathologisch diese Sache: "Ich werde es mal untersuchen lassen."

Gerade sorgte Pitts Lebensgefährtin Angelina Jolie für Aufruhr, als sie sich in der "New York Times" öffentlich zu ihrer präventiven Brustentfernung wegen eines zu hohen Krebsrisikos bekannte . Er selbst nannte ihre Entscheidung "heldenhaft". Jetzt plauderte der Hollywood-Star im Interview mit dem US-Männermagazin ein wenig über sich selbst - und poste gewohnt cool mit schulterlangem Haar, Sonnenbrille und ganz in Schwarz für das Cover.

Er habe nur "eine Handvoll enge Freunde", aber er sei noch nie so glücklich gewesen, heißt es vorab in Auszügen aus dem Interview, das in der Juni-Ausgabe des Hefts erscheint. Weil er sich immer eine große Familie gewünscht habe, liebe er den Trubel in seinem Haus über alles. Den kann man sich vorstellen: Pitt und Jolie haben sechs Kinder: Maddox, 11, Pax, 9, Zahara, 8, Shiloh, 6, und die vier Jahre alten Zwillinge Knox und Vivienne.

Auch zu seinem früheren Drogenkonsum und dem abgebrochenen College-Studium äußert sich Pitt in dem Gespräch. "Ich war ein Herumtreiber", gibt er zu. Lange Zeit habe er befürchtet, dass er sich durch seinen Rauschgiftkonsum Schaden zugefügt habe. Vor zehn Jahren habe er dann eine "Erleuchtung" gehabt und sein Leben geändert, um keine weiteren Chancen zu verschenken.

Damals war Pitt noch mit der Schauspielerin Jennifer Aniston verheiratet, das Paar trennte sich 2005. Angelina Jolie lernte er bei den Dreharbeiten zu dem Film "Mr. & Mrs. Smith kennen". Ende Juni läuft Pitts neuer Film "World War Z" in den Kinos an.

ala/dpa
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