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Brad Pitt: Der Hollywood-Star und die China-Frage

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Brad Pitts ominöser China-Tweet To come or not to come?

Verwirrung um Brad Pitt und einen möglichen China-Besuch: Über das chinesische Twitter-Pendant Sina Weibo wurde ein Kommen des US-Schauspielers angekündigt - die Resonanz war groß. Doch inzwischen ist der Eintrag verschwunden.

Hamburg - Plant er tatsächlich eine China-Reise? Hat er diese selbst über ein soziales Netzwerk angekündigt? Und ist er überhaupt in dem Land erwünscht? Derzeit rankt sich eine wilde Geschichte um Hollywood-Star Brad Pitt, 49. Seit neuestem existiert auf seinen Namen ein Konto in dem sozialen Netzwerk Sina Weibo , dem chinesischen Pendant zu Twitter. Und der erste Eintrag auf dem laut Nachrichtenagentur AP verifizierten Account lautete am Montag: "Es ist die Wahrheit. Yepp, ich komme."

Innerhalb weniger Stunden hatte Pitt auf Weibo mehr als 100.000 Follower, sein Eintrag wurde mehr als 31.000 Mal weitergeleitet und erhielt über 14.000 Kommentare, die zumeist Überraschung zum Ausdruck brachten. Es ist nämlich fraglich, ob Pitt wirklich nach China reisen will und kann. Die Regierung der Volksrepublik hat dem Schauspieler laut Mediendatenbank imdb  wegen seiner Hauptrolle im Film "Sieben Jahre in Tibet" (1997) ein Einreiseverbot erteilt.

Inzwischen wurde die Geschichte noch mysteriöser: Der Weibo-Eintrag ist verschwunden. Dienstagmorgen stand auf der Seite lediglich der Standardsatz eines neuen Nutzers, dass noch nichts gemeldet worden sei.

Unklar ist, was mit dem Eintrag geschehen ist. Hat Pitt oder sein Management ihn gelöscht? Oder ist er der chinesischen Zensur zum Opfer gefallen? Eine Anfrage an Pitts Management blieb zunächst unbeantwortet.

Internationale Schauspieler und Musiker nutzen Weibo, um mit Fans in China in Kontakt kommen zu können, da Twitter dort gesperrt ist. Pitt ist seit dem Film "Mr. & Mrs. Smith", für den er mit Partnerin Angelina Jolie vor der Kamera stand, sehr populär in China. Für ein Weibo-Konto müssen Ausländer unter anderem Kopien ihres Ausweises sowie einen Beleg über ihren Job vorlegen. Die Regierung löscht regelmäßig Einträge und sogar Konten, die ihr kritisch erscheinen.

Ungeachtet der gelöschten Nachricht wächst die Zahl der Follower weiter: Bis Dienstagmorgen hatte Pitt es auf über 170.000 gebracht. Tom Cruise, der seit 2011 bei Weibo ist, folgen dort inzwischen mehr als fünf Millionen Menschen.

siu
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