Brand auf italienischer Insel Pantelleria Giorgio Armani muss Luxusvilla verlassen – und flieht mit Gästen auf Privatjacht

Ein Feuer auf der kleinen Insel Pantelleria ist dem Nobelanwesen Giorgio Armanis gefährlich nahe gekommen. Der Designer brachte sich auf dem Wasser in Sicherheit.
Flammen hinter dem Anwesen von Giorgio Armani

Flammen hinter dem Anwesen von Giorgio Armani

Foto: HONS / AP

Die Behörden auf der kleinen italienischen Insel Pantelleria südlich von Sizilien haben einige Dutzend Menschen wegen großer Flächenbrände in Sicherheit gebracht. Wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf dessen Presseabteilung berichtet, musste auch Modeschöpfer Giorgio Armani in der Nacht zu Donnerstag seine Luxusvilla an der Ostküste der Insel verlassen. Der 88-Jährige rettete sich mit seinen Gästen auf seine Jacht, die in einem Hafen vor Anker lag.

Der Brand war am späten Mittwochabend ausgebrochen. Augenzeugen posteten Videos in den sozialen Medien, auf denen ausgedehnte, in der Dunkelheit lodernde Flammen und dichter Rauch zu sehen waren. Mit einem Militärhubschrauber und per Schiff brachten die Behörden von Sizilien aus weitere Einsatzkräfte zur Unterstützung auf die kleine Ferieninsel.

Am Donnerstag kämpften laut Feuerwehr zwei Löschflugzeuge und mehrere Feuerwehreinheiten weiter gegen die Flammen in dem betroffenen Gebiet. Die Lage hat sich inzwischen offenbar etwas entspannt. »Nach der großen Angst am gestrigen Abend und einer Nacht voller Arbeit kehrt Pantelleria zur Normalität zurück«, zitierte die Nachrichtenagentur Ansa den Bürgermeister Vincenzo Campo: »Das Schlimmste scheint vorüber.«

Laut Informationen der Feuerwehr vom Donnerstagvormittag gab es keine Hinweise auf Verletzte. Dem sizilianischen Zivilschutz zufolge verbrannten einige Holzdächer und Hütten, hauptsächlich aber Buschflächen. Pantelleria ist bei Prominenten beliebt, auf der kleinen Insel leben permanent nur einige Tausend Menschen.

Den Behörden zufolge brachen die Flammen an mindestens zwei wenige Hundert Meter voneinander entfernten Stellen aus und wurden durch Winde angefacht. Die Brandursache war am Donnerstagvormittag noch unklar. Die Staatsanwaltschaft nahm die Ermittlungen dazu auf. Brandstiftung oder fahrlässiges Verhalten konnten zunächst nicht ausgeschlossen werden.

fek/dpa/AP
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