Christina Aguilera über Britney Spears »Es ist inakzeptabel, dass eine Frau ihr Leben nicht so leben kann, wie sie es will«

Nach ihrem emotionalen Auftritt vor Gericht wächst die prominente Unterstützung für Britney Spears: Auch Popikone Christina Aguilera stellt sich nun hinter sie – und übt scharfe Kritik an Spears' Vater.
Britney Spears und Christina Aguilera bei einem Auftritt im Jahr 2000

Britney Spears und Christina Aguilera bei einem Auftritt im Jahr 2000

Foto: SUZANNE PLUNKETT/ ASSOCIATED PRESS

Schon als Teenager traten sie gemeinsam auf, bevor sie ihre Weltkarrieren starteten: Jetzt hat sich Sängerin Christina Aguilera in die Debatte über Britney Spears und die Vormundschaft durch deren Vater eingeschaltet. »In den vergangenen Tagen habe ich viel an Britney und an alles gedacht, was sie durchmacht«, schrieb die 40-jährige Aguilera auf Twitter. »Es ist inakzeptabel, dass eine Frau oder überhaupt ein Mensch, der sein Schicksal kontrollieren will, sein Leben nicht so leben kann, wie er es will.«

Jede Frau habe ein Recht auf körperliche Selbstbestimmung, auf Privatsphäre und ihr eigenes Glück. Gerade von denjenigen ignoriert oder gemobbt zu werden, die einem nahe stünden, sei besonders verheerend, so Aguilera.

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Britney Spears hatte vergangene Woche vor Gericht ausgesagt und ein Ende der Vormundschaft über ihre Person und ihre Finanzen gefordert. »Ich will bloß mein Leben zurück. Das waren 13 Jahre, und es ist genug«, sagte die 39-Jährige in einer 23 Minuten langen Stellungnahme, die per Video übertragen wurde.

Sie fühle sich von ihrer Familie und von Managern ausgenutzt. Sie werde von allen kontrolliert und könne selbst nicht über ihr Leben bestimmen. Spears beklagte unter anderem auch, dass sie nicht wieder heiraten und weitere Kinder bekommen dürfe.

Ihre Tweets versah Aguilera mit einem Foto, das Britney und sie in jungen Jahren zeigt. Die beiden Sängerin hatten in den Neunzigerjahren gemeinsam den »Mickey Mouse Club« des Disney Channels moderiert. Spears verdiene »echte Liebe und Unterstützung«, schrieb Aguilera nun.

Nachdem Spears wegen beruflicher und privater Probleme psychisch zusammengebrochen war, hatte ein Gericht 2008 entschieden, ihrem Vater die Vormundschaft zu übertragen. Seither verwaltete Jamie Spears das Vermögen und andere Anliegen seiner berühmten Tochter. Später wurden zusätzlich ein Finanztreuhänder und eine weitere Person als Co-Vormund bestellt.

Zuvor hatten bereits weitere Prominente Spears ihre Unterstützung ausgesprochen – unter anderen Mariah Carey und Spears' Ex-Freund Justin Timberlake. Timberlake twitterte: »Wir hoffen, dass die Gerichte und ihre Familie dies richtigstellen und sie so leben lassen, wie sie leben möchte.« Zuletzt meldete sich auch Spears jüngere Schwester Jamie Lynn Spears zu Wort. Sie sei so stolz auf ihre große Schwester, »und das Einzige, was für mich zählt, ist ihr Glück«.

lmd/dpa