Niederlage im Vormundschaftsstreit Britney Spears streikt

Jamie Spears bleibt vorerst rechtlicher Vormund seiner Tochter Britney. Ein Gericht hat den Antrag der Sängerin abgewiesen, die Vormundschaft zu beenden. Nun will der Popstar nicht mehr auftreten.
Britney Spears während der Premiere des Tarantino-Films "Once Upon a Time in Hollywood" im Juli 2019

Britney Spears während der Premiere des Tarantino-Films "Once Upon a Time in Hollywood" im Juli 2019

Foto: Axelle / Bauer-Griffin / FilmMagic / Getty Images

Britney Spears ist mit ihrem Versuch gescheitert, ihren Vater Jamie als gesetzlichen Vormund abzusetzen. Ein Gericht in Los Angeles lehnte den entsprechenden Antrag der Popsängerin ab. Die Vorsitzende Richterin gab Spears allerdings die Möglichkeit, einen neuen Antrag auf Änderung der Vormundschaft zu stellen – über den sie dann separat entscheiden werde.

Laut Spears' Anwalt Samuel Ingham hätten Britney und ihr Vater keine gesunde Arbeitsbeziehung und lange nicht mehr miteinander gesprochen. Seine Mandantin habe Angst vor ihrem Vater. Außerdem hätte dieser in seiner Rolle als Vormund Geld aus dem Fenster geworfen. Seine Mandantin werde nicht mehr auftreten, solange ihr Vater die Vormundschaft innehabe.

Jamie Spears' Anwältin: Großes Vermögen statt Schulden

Die Anwältin der Gegenseite hielt dagegen, dass die Sängerin nur auf Anraten Inghams nicht mehr mit ihrem Vater spreche. Sie legte dem Gericht außerdem Bilanzen vor, nach denen sich die finanzielle Situation während der Vormundschaft verbessert habe. Vor dieser hätte Spears Schulden gehabt, jetzt belaufe sich ihr Vermögen auf mehr als 60 Millionen US-Dollar.

Nach einer Reihe von öffentlichen Zusammenbrüchen des einstigen Teeniestars hatte ihr Vater 2008 die Vormundschaft übernommen. Er regelt damit für sie rechtliche und finanzielle Angelegenheiten.

Die Sängerin möchte stattdessen Jody Montgomery dauerhaft anstelle ihres Vaters als rechtlichen Vormund einsetzen lassen, die diese Rolle bereits 2019 kurzzeitig übernommen hatte, als Jamie Spears schwer erkrankt war. Um die finanziellen Angelegenheiten solle sich ein professioneller Treuhänder kümmern.

Mit Hits wie "... Baby One More Time", "Oops! ... I Did It Again" und "Toxic" war Britney Spears Anfang der Nullerjahre die bestbezahlte Sängerin der Welt. Danach häuften sich bei ihr berufliche und private Rückschläge. Wegen psychischer Probleme wurde die Mutter zweier Söhne 2008 vorübergehend in eine Klinik zwangseingewiesen.

svs

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