Springsteen sagt Konzert aus Protest gegen Gesetz ab Bühne ohne Boss

Dem Boss stinkts: Ein diskriminierendes Gesetz in North Carolina hat die Rocklegende Bruce Springsteen so wütend gemacht, dass er ein für Sonntag geplantes Konzert kurzfristig absagte.
Bruce Springsteen mit seiner E Street Band in der "The Daily Show with Jon Stewart"

Bruce Springsteen mit seiner E Street Band in der "The Daily Show with Jon Stewart"

Foto: Brad Barket/ Getty Images for Comedy Central

Der Rockmusiker Bruce Springsteen hat ein Konzert in Greensboro in North Carolina aus Protest gegen ein neues Gesetz kurzfristig abgesagt. In dem Gesetz werden die Rechte von Transsexuellen bei der Nutzung öffentlicher Toiletten eingeschränkt.

Das Gesetz sei der Versuch, den Fortschritt rückgängig zu machen, den das Land bei der Durchsetzung der Menschenrechte für alle Bürger gemacht habe - unternommen von Leuten, die den Fortschritt nicht verstünden, heißt es in einem Statement des Musikers. Die Tickets für das Konzert am kommenden Sonntag würden zurückgenommen, heißt es auf der Webseite des Künstlers .

Das HB2-Gesetz, das in den USA als "Bathroom-law" bekannt ist, schreibt Transsexuellen vor, welche Toiletten sie nutzen müssen. Zudem würden in dem Gesetz die Rechte von Transsexuellen, lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen eingeschränkt, wenn ihre Menschenrechte am Arbeitsplatz verletzt würden, heißt es in dem Statement weiter.

Springsteen gilt schon lange als Künstler, der sich politisch einmischt. So unterstützte er die Präsidentschaftskampagne von Barack Obama und macht sich für die Rechte von Minderheiten stark.

Auch weitere Musiker wie Miley Cyrus, Emmylou Harris, Ty Herndon und Chely Wright protestierten am Freitag gegen das HB2-Gesetz. Der Finanzdienstleister PayPal führte die Diskriminierung durch HB2 an, als das Unternehmen eine geplante Niederlassung mit 400 Arbeitern in Charlotte strich.

brt/Reuters