Bruce Springsteen über seine Depressionen "Dieser Mann braucht eine Pille"

Bruce Springsteen kämpft seit Jahren gegen Depressionen - das schreibt der Rockmusiker in seiner Autobiografie. Die Krankheit habe er jedoch in den Griff bekommen: mithilfe von Fachleuten, Medikamenten und seiner Frau.

AP

Bruce Springsteen gehört zu den Superstars, die auch zu den Rückschlägen in ihrem Leben stehen. So autorisierte er vor drei Jahren erstmals eine Biografie über ihn - obwohl Autor Peter Ames Carlin darin das Porträt eines komplexen, schwierigen und unnahbaren Künstlers mit Macken zeichnete. Nun hat Springsteen selbst ausführlich über sein Leben geschrieben - und über seine Depressionen.

"Zwischen 60 und 62 war ich am Boden. Dann ging es ein Jahr gut und dann wieder runter von 63 bis 64", schreibt er diversen Medienberichten zufolge in seinen Memoiren, denen der "Boss" den Titel seines ersten großen Albums "Born to Run" gab. Demnach besuchte Springsteen bereits vor mehr als drei Jahrzehnten erstmals einen Psychiater.

In dem 500-Seiten-Buch, das Ende September erscheinen soll, bringt der Musiker seine psychischen Probleme mit dem Verhältnis zu seinem 1998 verstorbenen Vater in Verbindung. Der litt demnach selbst unter seelischen Krankheiten - und sei wie ein entfernter Bekannter gewesen: "Ich habe nie von ihm 'Ich liebe dich' gehört", schreibt Springsteen. Seine Angst: "Kann ich so krank werden, dass ich wie mein Vater werde?"

Seine Depressionen hat Springsteen demnach mit Therapie und Medikamenten in den Griff bekommen - und mithilfe seiner Frau Patti: "Wenn sie den Güterzug sieht, der Nitroglyzerin geladen hat und aufs Entgleisen zusteuert, dann bringt sie mich zum Arzt und sagt: 'Dieser Man braucht ein Pille'."

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Springsteen-Biografie: Ein Eigenbrötler, der Hits zu verschenken hat

mxw



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