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Bryan Ferry Der Musikkünstler

aus DER SPIEGEL 26/2022

Wie wird ein Junge aus Nordengland, dessen Vater Bergarbeiter war, einer der berühmtesten Musiker weltweit? Wenn Bryan Ferry, 76, Mitbegründer von Roxy Music und Trendsetter – sein Kleidungsstil beeinflusst die Popwelt auch heute noch –, in der aktuellen »Vogue« darüber spricht, klingt das ganz unspektakulär. Schon als Fünfjähriger sei er sehr empfänglich für Musik gewesen. Als Teenager wollte er Kunst­geschichte studieren, doch seine Lehrer ermutigten ihn, an die Kunstakademie zu gehen, erzählt Ferry. Er trat einer Collegeband bei und zog nach dem Studium nach London, wo seine Interessen für Kunst und Musik verschmolzen. Er sei nicht sicher, woher der kreative Instinkt komme, aber: »Ich denke, er entspringt dem Wunsch, Dinge besser zu machen.« Ferry begann mit dem Songschreiben, er traf die richtigen Leute – und gründete gemeinsam mit Brian Eno und anderen Roxy Music. Wegen seines Kunststudiums sei es für ihn von Anfang an natürlich gewesen, sich um die Gestaltung der Plattencover zu kümmern und auch um die Outfits, die nicht zuletzt Ferrys elegantes Image prägten. Ein cooles Gesamtpaket entstand so. Vor 50 Jahren veröffent­lichten Roxy Music ihr Debüt­album, was folgte, ist Popgeschichte. Die Gruppe löste sich mehrfach auf, um dann doch wieder zusammenzufinden. Der Singer-Songwriter Ferry arbeitete auch als Solokünstler wiederholt mit seinen alten Kollegen zusammen. Ab September wird die Band nach über einem Jahrzehnt Funkstille wieder auf Tournee gehen, in Nordamerika und Großbri­tannien. Ferry kündigte das bereits im April im »Guardian« mit bri­tischer Zurück­haltung an: »Ich freue mich darauf.«

KS
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