Rapper Bushido Teures Mundwerk

Der Rap-Musiker Bushido muss einer Frau 8000 Euro zahlen - weil er sich abfällig über sie geäußert hat. Das entschied das Landgericht Berlin. Ursprünglich hatte die Teilnehmerin an einer Fernsehshow ein Vielfaches als Entschädigung verlangt.

DPA

Berlin - Das Gericht sprach von Schmähkritik und sah die Persönlichkeitsrechte der Klägerin verletzt: Bushido muss an die Teilnehmerin einer TV-Show eine Entschädigung in Höhe von 8000 Euro zahlen. Das geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Berlin hervor, die nun veröffentlicht wurde.

Der Rapper hatte sich unter anderem in einem sozialen Netzwerk abfällig über die "Big-Brother"- Bewohnerin geäußert und dabei auch Schimpfworte gebraucht. Es sei eine "bewusst bösartig überspitzte Kritik" gewesen, hieß es. Die Äußerungen zielten auf Äußerlichkeiten ab und gingen unter die Gürtellinie.

Zugleich habe sich die Frau aber durch die Teilnahme am Containerleben im Fernsehen "gezielt der Öffentlichkeit ausgeliefert" und sich dadurch in eine "deprivatisierte Situation" begeben. Die Frau hatte ursprünglich 100.000 Euro als Entschädigung verlangt.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bushido wegen Pöbeleien belangt wurde. Bereits Ende 2011 hatte das Amtsgericht Tiergarten den 33-Jährigen zu einer Geldstrafe von fast 20.000 Euro verurteilt, weil er einen Mitarbeiter des Ordnungsamts angepöbelt und als "Volldiot" beschimpft hatte.

wit/dapd



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