Bushido und seine Frau über Clanchef "Natürlich haben wir Angst"

Bushido stand offenbar jahrelang unter dem Einfluss von Arafat Abou-Chaker. Nun hat der Rapper offen darüber gesprochen: Er habe "nichts zu melden" gehabt.

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imago/ Horst Galuschka

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Bushido und seine Ehefrau haben in einem Interview darüber gesprochen, wie sehr sie offenbar unter dem Clanchef Arafat Abou-Chaker gelitten haben. "Er bestimmte unser gesamtes Leben, das ganze Denken meines Mannes", sagte Anna-Maria Ferchichi dem "Stern".

Offenbar ordnete sich der Rapper seinem ehemaligen Geschäftspartner vollständig unter: Er gab Abou-Chaker dem Bericht zufolge eine Generalvollmacht über seine Geschäfte. Der Clanchef habe die Hälfte aller Einkünfte des Musikers erhalten. Bushido sagte, er habe "nichts zu melden" gehabt, Abou-Chaker habe "einfach alles entschieden".

Arafat Abou-Chaker habe auch das Privatleben des Rappers bestimmen wollen. Die Eingriffe seien immer massiver geworden. So habe der Clanchef bestimmt, dass Bushidos 2013 verstorbene Mutter im Rahmen einer islamischen Beerdigung beizusetzen sei, bei der Männer und Frauen getrennt zum Grab gehen.

Bushido und seine Frau Anna-Maria Ferchichi (Archivbild aus dem Jahr 2012)
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Bushido und seine Frau Anna-Maria Ferchichi (Archivbild aus dem Jahr 2012)

Anna-Maria Ferchichi sagte dem "Stern": "Ich hatte die Mutter meines Mannes bis zum Schluss gepflegt, und jetzt durfte ich nicht mit meinem Mann zusammen an ihrem Grab stehen. Stattdessen standen da irgendwelche Rocker und halb Neukölln."

"Lange genug abkassiert"

Doch inzwischen hätten sie sich von dem Mann losgesagt. "Er hat uns lange genug abkassiert und beinahe unsere Ehe zerstört", sagte Anna-Maria Ferchichi. Im März gab ihr Mann demnach die Trennung von Abou-Chaker bekannt.

Doch den Clanchef fürchten sie offenbar noch immer: "Natürlich haben wir Angst, dass jemand aus Rache auf mich oder meinen Mann schießt. Eigentlich rechnen wir jeden Tag damit. Aber wir blenden das aus. Etwas anderes bleibt uns nicht übrig."

jpz

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