Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Brandbeschleuniger in Bushido-Villa entdeckt

Die Villa von Bushido in der Nähe von Berlin wurde angezündet. Ermittler haben Brandbeschleuniger am Tatort gefunden. Der Rapper spricht von einem "terroristischen Akt".

DPA

Kleinmachnow - Die Polizei geht von Brandstiftung aus: Nach dem Feuer in der Villa des Rappers Bushido in Kleinmachnow bei Berlin untersuchen die Ermittler eigenen Angaben zufolge eine Vielzahl von Spuren. Es sei Brandbeschleuniger gefunden worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Potsdam. Einen konkreten Tatverdacht gebe es aber noch nicht.

Die Behörde wollte sich nicht näher zum weiteren Vorgehen äußern, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Zunächst müsse auch das Gutachten eines Sachverständigen abgewartet werden, sagte die Sprecherin.

Ein Feuer hatte in der Nacht zum Mittwoch das noch unbewohnte Haus des 35-Jährigen beschädigt. "Es wurde eine selbstgemischte brennbare Flüssigkeit verwendet und der Brand innen an drei Stellen gelegt", sagte der Rapper "Focus Online". Im Dachstuhl habe das Feuer am meisten gewütet. Insgesamt sei der Schaden auf eine fünfstellige Summe zu beziffern. Er habe keine Ahnung, wer es gewesen sein könnte. Bushido nannte das Feuer einen "terroristischen Akt".

Das denkmalgeschützte Gebäude wird zurzeit umgebaut. Um kurz vor Mitternacht hatten Zeugen Rauch über der Villa aufsteigen sehen und Alarm geschlagen. Die Feuerwehr löschte die Flammen, verletzt wurde laut Behörden niemand. Die Polizei sucht nach weiteren Zeugen.

Bushido lebt momentan in Berlin, er will aber schon seit einiger Zeit auf das 16.000 Quadratmeter große Grundstück in Kleinmachnow umziehen. Bei den Bauarbeiten dort gab es in der Vergangenheit zeitweise Probleme mit den Behörden. Diese sollen mittlerweile ausgeräumt sein.

wit/dpa



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