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Cara Delevingne: "Ich bin, wer ich bin"

Foto: Lisa Maree Williams/ Getty Images

Model Cara Delevingne "Meine Sexualität ist keine Phase"

Cara Delevingne liebt eine Musikerin - und die "Vogue" unterstellt ihr indirekt, das Interesse an Frauen sei bloß eine Phase. Per Petition fordern Aktivisten eine Entschuldigung der Zeitschrift. Jetzt hat sich das Model geäußert.

"Die aufrichtige Cara - über ihr Liebesleben, Nachtleben und ihr Rebellen-Dasein": So steht es auf dem Juli-Titel der US-"Vogue", neben einem Foto des 22-jährigen Models. Dass die Modezeitschrift sie ausgerechnet jetzt auf dem Cover zeigt, hat vor allem mit ihrer neuen Filmkarriere zu tun - Delevingne hat eine Rolle in "Paper Towns" übernommen. Doch es sind andere Passagen aus dem Artikel, die heftige Reaktionen auslösten.

Der Journalist Rob Haskell traf Delevingne in einer Bar in Toronto und sprach mit ihr auch über ihre Sexualität. Der Gedanke daran, möglicherweise lesbisch zu sein, habe ihr früher Angst gemacht, sagte Delevingne demnach . "Ich habe lange gebraucht, diesen Gedanken zu akzeptieren. Bis ich mich mit 20 zum ersten Mal in ein Mädchen verliebt habe."

Heute ist Delevingne mit der US-Musikerin Annie Clark zusammen, die unter ihrem Künstlernamen St. Vincent auftritt. "Dass ich momentan so zufrieden mit mir selbst bin, liegt daran, dass ich meine Freundin liebe", sagte Delevingne der "Vogue". "Dass diese Worte aus meinem Mund kommen, gleicht einem Wunder."

Zugleich träume sie von Sex mit Männern. Im Artikel schreibt der Autor an dieser Stelle über das Model: "Ihre Eltern glauben anscheinend, dass Mädchen nur eine Phase für Cara sind, und womöglich haben sie recht."

Bisexualität als vorübergehende Phase? Als Reaktion auf den Artikel haben Aktivisten eine Petition gestartet. Die Hauptforderung lautet: Die "Vogue" habe sich bei der LGBT-Gemeinschaft zu entschuldigen, also der Bewegung für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender. "Als bisexuelle Frau habe ich selbst schon oft verletzende Kommentare wie diesen gehört", schreibt Initiatorin Julie Rodriguez . Rund 21.000 Menschen haben die Petition bisher unterzeichnet.

Inzwischen hat sich auch Delevingne selbst zu dem "Vogue"-Artikel geäußert. Er habe nichts Bösartiges, sagte sie der "New York Times ". Zugleich stellte sie fest: "Meine Sexualität ist keine Phase. Ich bin, wer ich bin."

aar
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