AWD-Gründer Carsten Maschmeyer bekommt Morddrohungen

Er werde das Urteil nicht erleben, wenn er die Sache weiter verfolge: So wird AWD-Gründer Carsten Maschmeyer im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit bedroht. Nun ermittelt die Polizei.

Carsten Maschmeyer (Archivbild): Zwei Drohbriefe erhalten
DPA

Carsten Maschmeyer (Archivbild): Zwei Drohbriefe erhalten


Hannover - Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer wird von Unbekannten erpresst und bedroht. Der 55-Jährige habe zwei Briefe erhalten, sagte eine Sprecherin des Unternehmers. In den Schreiben gebe es "konkrete Bezüge" zu einem Rechtsstreit, den Maschmeyer gerade führt. Dem Geschäftsmann werde angedroht, "das Urteil nicht zu erleben", falls er die Sache weiter verfolge. Persönlich wollte er sich dazu aber nicht weiter äußern.

Bereits nach Eingang des ersten Briefes habe Maschmeyer Anzeige erstattet, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover am Freitag. Nun werde gegen Unbekannt ermittelt. Nähere Einzelheiten wollte auch der Sprecher der Anklagebehörde nicht nennen.

Der Fall könnte laut Medienberichten in Zusammenhang mit seiner Klage gegen die Schweizer Privatbank Sarasin stehen. Laut "Handelsblatt" geht es dabei um eine Investition über 40 Millionen Euro, von der Maschmeyer bislang nur 26 Millionen Euro zurückerhielt. Der Gründer des umstrittenen Finanzvertriebs AWD wirft den Verantwortlichen bei Sarasin "vorsätzliche Täuschung" bei der Beratung vor.

Maschmeyer steht wegen der Vertriebspraktiken von AWD seit langem selbst in der Kritik. Mittlerweile hat er das Unternehmen an den Finanzkonzern Swiss Life verkauft und ist vor allem als Investor tätig. Seine vielfältigen Beteiligungen werden aktuell unter dem Dach seiner "Maschmeyer Group" verwaltet. Unter anderem finanziert der Geschäftsmann kleinere Technologieunternehmen in der Startphase.

Liiert ist der Unternehmer mit der Schauspielerin Veronica Ferres, beide wollen angeblich noch dieses Jahr heiraten. Nun soll Maschmeyer den Berichten zufolge seine Familie rund um die Uhr bewachen lassen.

vks/dpa/AFP



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