Cate Blanchett "Warum füttere ich nicht einfach die Hühner?"

Karriereende, Vegetarismus und Spitznamen: Cate Blanchett gibt private Einblicke. Ob das auch an der prominenten Interviewerin liegt?

Andreas Rentz/ Getty Images

Sie stehen seit Jahrzehnten vor Kameras und auf Bühnen, bekamen den Oscar sowie den Golden Globe für ihre Arbeit verliehen und gaben unzählige Interviews: Nun haben sich die Schauspielerinnen Cate Blanchett und Julia Roberts zu einem Gespräch getroffen. Dieses Mal aber mit einem entscheidenden Unterschied.

Die beiden Hollywoodgrößen gaben nicht der Presse Antworten auf ihre Fragen, sondern Julia Roberts schlüpfte für das Magazin "Interview" selbst in die Rolle der Fragestellerin. Gleich zu Beginn sprachen sie über ein schwieriges Thema: die Frage nach dem Karriereende.

Blanchett, die in diesem Mai ihren 50. Geburtstag feiert, erzählte Roberts, dass die Schauspielerei im Alter für sie immer beschämender werde. Sie überlege, ob sie das "schamanische Ende" dieses Berufes wirklich erreichen wolle. Manchmal, wenn sie in Unterwäsche auf die Bühne gehe, frage sie sich: "Warum? Warum füttere ich nicht einfach die Hühner und lese Proust?"

Apropos Hühner: Neben Federvieh kümmert sich Blanchett in ihrem Zuhause auch um Schweine. Sie sei seit Jahren Vegetarierin gewesen, als ihr Mann sie fragte, ob sie sich Schweine anschaffen wollen, sagte die 49-Jährige.

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Julia Roberts interviewt Cate Blanchett: Hühner, Schweine und ein Opossum

Sie habe unter der Bedingung zugestimmt, dass sie ihren Kindern erzählen, dass die Würstchen und der Speck, den sie essen, von ihren Schweinen stammt. Dahinter steckte laut Blanchett ein Plan: Sie hoffte, dass sie ihre Kinder so zu Vegetariern erziehen könnte.

Sie habe gehofft, dass ihre Kinder eine tiefe Verbindung zu den Schweinen namens Benson und Hedges aufbauen würden. "Sie waren sehr süß und rochen wie muffige Menschen."

Aber Blanchetts Plan ging nicht auf: Als sie ihren Kindern erzählte, dass das Fleisch von den Tieren stammte, sei das kein Problem für ihren Nachwuchs gewesen. "Ich war entsetzt", sagte die Schauspielerin.

Ein Tier spielt übrigens auch bei Blanchetts Spitznamen eine Rolle. Ihr Mann nenne sie manchmal "Poss", sagte sie ihrer Kollegin. Das komme von Opossum. Roberts selbst hat einen Spitznamen, den ihr die Freunde ihrer Kinder verpassten. Weil die wegen der vielen Silben ihren Namen nicht aussprechen konnten, nannten sie die 51-Jährige "Juju" statt Julia. Noch heute werde sie von ihnen so genannt, sagte Roberts.

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