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Charity Aktion: Lady Gaga erpresst ihre Facebook-Freunde

Foto: Matt Sayles/ AP

Charity-Aktion Lady Gaga erpresst ihre Facebook-Freunde

Kleiner Schock für die Netzgemeinde: Lady Gaga geht offline - für einen guten Zweck. Gemeinsam mit Promis wie Alicia Keys und Justin Timberlake will sie so Geld für eine Aids-Hilfsorganisation sammeln. Sind genug Spenden da, wollen die Stars wieder posten und twittern.

Keine Tweets, keine Status-Updates: Für den guten Zweck gehen Prominente wie Alicia Keys und Lady Gaga in der kommenden Woche offline. Gemeinsam wollen sie ab Dienstag, dem Welt-Aids-Tag, auf soziale Netzwerke im Internet verzichten und erst wieder Facebook und Twitter nutzen, wenn eine Million US-Dollar für Keys' Hilfsorganisation "Keep a Child Alive" zusammengekommen sind. Mit ihrer Organisation unterstützt die Sängerin Familien mit HIV und Aids in Afrika und Indien.

Für die Kampagne haben unter anderen Jennifer Hudson, Justin Timberlake und Usher "letzte Videos" und "letzte Tweets" verfasst und werden in Werbeaufnahmen in Särgen zu sehen sein, die ihren digitalen Tod symbolisieren sollen. "Wir versuchen, die Botschaft rüberzubringen: Warum berührt uns der Tod eines einzigen Prominenten so sehr, wenn gleichzeitig Abermillionen von Menschen in den Regionen sterben, aus denen wir alle abstammen?", sagte Leigh Blake, die Präsidentin und Gründerin von "Keep a Child Alive".

Lady Gaga hat über 23 Millionen Fans auf Facebook - so viel wie kein Mensch sonst auf der Welt. Auf dem Mikroblogging-Dienst Twitter verfolgen über sieben Millionen Menschen ihre Kurznachrichten. Die männlichen Stars, die an der Charity-Aktion teilnehmen, haben deutlich weniger Online-Anhänger: Usher hat auf Facebook rund 9,5 Millionen Fans, Justin Timberlake kommt auf über 5,5 Millionen. Initiatorin Alicia Keys landet mit 7,8 Millionen Facebook-Fans in der Mitte.

"Es ist so wichtig, zu schockieren, um die Menschen aufzuwecken", erklärte Keys. "Es ist nicht so, dass die Menschen gleichgültig sind oder nichts tun wollen, sie haben einfach noch nicht darüber nachgedacht." Die Kampagne sei direkt, emotional und auch ein wenig sarkastisch. Ihr Spendenziel von einer Million US-Dollar halten die Aktivisten selbst für bescheiden. "Ich glaube, Gaga allein wird schon so viel Geld zusammenbringen", sagte Blake.

hpi/ap
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