Königliches Ausmisten Charles III. verkauft Rennpferde der Queen

King Charles III. macht sein Erbe zu Geld. Mehr als ein Dutzend Rennpferde der verstorbenen Queen will er versteigern lassen. »Man kann sie nicht alle behalten«, sagt der Auktionator.
König Charles III. streichelt während eines Empfangs in der Gemeinde Aberdeenshire ein Pferd

König Charles III. streichelt während eines Empfangs in der Gemeinde Aberdeenshire ein Pferd

Foto: Andrew Milligan / dpa

Die verstorbene Queen Elizabeth II. war eine begeisterte Reiterin und Besucherin von Pferderennen. Auch mit der Zucht der edlen Tiere beschäftigte sie sich. Mit dem Tod der Monarchin am 8. September gingen die kostbaren Tiere in den Besitz ihres Sohnes Charles über.

Etwa 180 Pferde soll die Queen zuletzt ihr Eigen genannt haben. 14 davon will der neue König nun verkaufen. Es handle sich um Zuchtstuten, teilte das auf Rennpferde spezialisierte Auktionshaus Tattersalls am Montag dem Sender BBC mit. Darunter seien mit Love Affairs und Just Fine, das Anfang Oktober als erstes Pferd für Charles ein Rennen gewonnen hatte, zwei besonders bekannte Tiere.

Das Unternehmen betonte, dass die Versteigerung weder das Ende der royalen Pferdezucht bedeute noch ein ungewöhnlicher Schritt sei. »Sie verkaufen jedes Jahr Pferde«, sagte Tattersalls-Sprecher Jimmy George. »Man kann sie nicht alle behalten.«

»Es war einfach in ihrer DNA«

Der Pferdeexperte der Queen, John Warren, hatte gesagt, die Tiere seien eine »wunderbare Fluchtmöglichkeit« für Monarchen. Über die Zucht und den Sport könnten sie ihren täglichen Pflichten für eine Weile entfliehen. Laut Warren hat zudem das Interesse der Queen an Pferden dem britischen Rennsport einen Schub gegeben.

»Ich bin sicher, dass die Queen – wäre sie nicht in eine Monarchie hineingeboren worden – sicherlich etwas mit Pferden gemacht hätte. Es war einfach in ihrer DNA«, sagte Warren.

ala/dpa
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