Witwe von Soundgarden-Sänger Cornell "Es tut mir leid, dass du allein warst"

Der frühe Tod des Grunge-Musikers Chris Cornell schockierte seine Fans und die Musikwelt. Nun hat sich seine Witwe in einem offenen Brief von ihm verabschiedet.

AP

Zwei Musiker hatten in der wachsenden Grunge-Szene der Neunzigerjahren bemerkenswerten Einfluss: Kurt Cobain und Chris Cornell, der mit der Band Soundgarden Maßstäbe setzte. Der Tod des Musikers in der vergangenen Woche überraschte weltweit Fans. Und Cornells Familie.

Die Witwe des Rocksängers hat sich nun in einem offenen Brief von ihm verabschiedet. "Es tut mir leid, dass du allein warst und ich weiß, dass das nicht du warst, mein süßer Christopher", schreibt Vicky Cornell im US-Magazin "Billboard" über die Nacht des 17. Mai, in der sich der Soundgarden-Frontmann das Leben nahm.

"Deine Kinder wissen das auch, du kannst also in Frieden ruhen." Cornell sei der beste Vater, Ehemann und Schwiegersohn gewesen. Sie werde in jeder Minute an ihn denken, für ihn kämpfen und sich um ihre Kinder kümmern, verspricht Vicky Cornell in dem Brief ihrem verstorbenen Mann.

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Vicky Cornell: Abschiedsbrief an Chris

Chris habe recht gehabt, als er sagte, dass sie Seelenverwandte seien. Es heiße, dass sich Wege, die sich einmal gekreuzt hätten, sich wieder kreuzen würden. "Und ich weiß, dass du kommen wirst, um mich zu finden", schreibt sie. "Und ich werde hier warten".

Chris Cornell hatte sich am Donnerstag vergangener Woche nach einem Konzert in Detroit in einem Hotelzimmer erhängt. Er gilt neben Nirvana-Frontmann Cobain, der wie Cornell aus Seattle stammte, als einer der Urväter der Grunge-Musik. Cornell war zweimal verheiratet und hinterlässt drei Kinder. Er wurde 52 Jahre alt.

Berühmt wurde er in den frühen Neunzigerjahren mit seiner Band Soundgarden, die gemeinsam mit Nirvana und Pearl Jam zum Genre des damals populären Grunge zählte, der hauptsächlich in Seattle produziert wurde. Den Höhepunkt ihrer Popularität erreichte die Band 1994 mit dem Album "Superunknown", das auf Platz eins der Billboard-Charts einstieg.

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mxw/dpa

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