Cindy Crawford "Ich halte mich ganz gut"

In einem Vierteljahrhundert Modelei lächelte sie mehr als tausendmal von den Titelblättern diverser Magazine: Und auch mit 43 zeigt sich Cindy Crawford von ihrem Äußeren durchaus angetan - auch wenn sie zuletzt privates Ungemach überstehen musste.


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Cindy Crawford: Forever young

Hamburg - "Ich halte mich ganz gut", zitierte die "Daily Mail" aus einem Interview mit Cindy Crawford, 43. Zwar gebe es da, naja, durchaus einen Arzt in London, bei dem sie sich durchaus schon einmal habe die Falten glätten lassen, doch mehr, so beteuert sie, sei nie gelaufen, also schönheitstechnisch: Operationen zum Beispiel habe sie nicht machen lassen, man sähe hinterher so "unnatürlich" aus, so Crawford. Dennoch: "Die Leute haben hohe Erwartungen, wenn sie mich sehen, das erhöht den Druck, den Alterungsprozess zu bekämpfen."

Und es gibt für Crawford durchaus Grund zur Sorge.

Der 26-jährige Edis K. muss sich nämlich demnächst in Stuttgart wegen Erpressung des Top-Models vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den teilweise geständigen Mann erhoben. Ihm wird vorgeworfen, Crawford in den USA mit einem Foto ihrer Tochter erpresst zu haben.

Darauf ist das siebenjährige Mädchen abgebildet, wie es auf einem Stuhl sitzend an Händen und Füßen gefesselt und geknebelt ist. Das Foto war während eines Räuber- und Gendarmenspiels entstanden und im Sommer 2009 über ein ehemaliges Kindermädchen in die Hände des Angeklagten gelangt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Erpresser ließen nicht locker

K. wurde im November verhaftet. Ihm drohen eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Freiheitsentzug. Er hatte laut Anklage Crawford und ihrem Mann, dem Nachtclubbesitzer Rande Gerber, gedroht, das Foto in den USA an die Boulevardpresse zu verkaufen. Das Paar zahlte daraufhin 1000 Dollar (rund 720 Euro) und erhielt dafür das Foto. Doch der Erpresser ließ nicht locker: Schon zwei Tage später soll er wieder Geld von dem Paar gefordert haben - weil er im Besitz des Fotos in elektronischer Form sei.

Weil das Ehepaar nicht mehr auf seine Erpressungsversuche einging, drohte er dem Paar der Anklage zufolge Mitte September noch einmal und forderte diesmal mindestens 5000 Dollar (rund 3600 Euro).

Wenige Tage später nahm die US-Einwanderungs- und Zollbehörde K. wegen Verstoßes gegen die Einwanderungsbestimmungen in Gewahrsam und schob ihn einen Monat später aus den USA nach Deutschland ab.

Nach Deutschland zurückgekehrt

Doch auch dort ließ der 26-Jährige nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht von seinem Vorhaben ab und nahm Anfang November 2009 telefonischen Kontakt mit dem Ehepaar auf. Dieses Mal verlangte er sogar 100.000 Dollar (rund 72.000 Euro), die auf ein Konto in der Türkei überwiesen werden sollten. Dann reiste er dorthin.

Als aber seine Erpressung publik wurde, packte ihn wohl die Angst, dass er in der Türkei festgenommen werden könnte. Im Unterschied zu Deutschland liefert die Türkei deutsche Staatsbürger an die USA aus. So kam er nach Deutschland zurück und stellte sich der Polizei. Zuständig für den Fall ist das Amtsgericht in Kirchheim.

jdl/dpa



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