Britische Band Coldplay verzichtet fürs Klima auf Tournee

Wenn Popstars um die Welt touren, dann leidet die Umwelt: Nicht nur die Musiker, auch tonnenweise Material wird umhergeflogen. Die Band Coldplay hat davon genug - und plant jetzt grünere Alternativen.

Kevin Winter/ Getty Images

Am Freitag stellt Coldplay ein neues Album vor - und ursprünglich wollte die britische Band mit ihren neuen Songs auf Tour gehen. Aber daraus wird erst mal nichts. Denn die Musiker rund um Frontmann Chris Martin haben beschlossen, mit ihren Konzerten erst dann wieder um die Welt zu reisen, wenn dies klimaneutral möglich ist.

"Wir nehmen uns die nächsten ein oder zwei Jahre Zeit, um herauszufinden, wie unsere Tour nicht nur nachhaltig, sondern auch nützlich sein kann. Wir wären enttäuscht, wenn sie nicht klimaneutral wäre", sagte Martin dem britischen Rundfunk BBC. Man wolle neue Ideen zum Umweltschutz entwickeln und sicherstellen, dass zukünftige Touren "einen positiven Effekt haben".

Am schwierigsten sei es, eine Lösung für die vielen klimaschädlichen Flugreisen zu finden. Auf ihrer letzten Tour mit dem Titel "A Head Full of Dreams" spielte die Band 2016 bis 2017 insgesamt 122 Shows auf vier Kontinenten. In anderen Bereichen habe man schon konkrete Ideen, so Martin. "Zum Beispiel ist unser Traum, eine Show ohne Einwegplastik zu veranstalten und den Strom aus Solarenergie zu beziehen."

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Coldplay: Eine Band will umweltfreundlich werden

Die Naturschutzorganisation WWF lobte die Pläne von Coldplay. "Es ist fantastisch zu sehen, dass sich weltberühmte Künstler für den Schutz des Planeten einsetzen", sagte der Klimawandelexperte der Organisation, Gareth Redmond-King. "Wir alle haben die Verantwortung, angesichts dieser Klima- und Naturkrise mit gutem Beispiel voranzugehen - Untätigkeit ist keine Option, wenn wir unseren Planeten für zukünftige Generationen erhalten wollen."

Mit dem neuen Album "Everyday Life" will Coldplay nach eigener Aussage die globale Perspektive der Band zum Ausdruck bringen. "Wenn man das Privileg hatte, um die Welt zu reisen, dann weiß man, dass wir alle dieselbe Heimat haben", sagte Martin. "Wir sind der Meinung, dass wir uns nicht anders fühlen als alle anderen Menschen auf der Erde."

Wohltätiges Konzert in Londoner Museum

Martin sagte, dass einige Lieder des neuen Albums auf journalistischen Reportagen beruhten. So hätten Berichte der BBC über einen afghanischen Gärtner und einen nigerianischen Hymnenkomponisten die Band inspiriert. "Der Journalismus in seiner besten Form findet diese individuellen Geschichten, die unsere gemeinsame Menschlichkeit stärken."

Am 25. November wird Coldplay im Naturkundemuseum in London ein Konzert für Fans geben, dessen Einnahmen komplett an eine gemeinnützige Organisation gespendet werden sollen.

jki

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insgesamt 31 Beiträge
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Seite 1
Cailean 21.11.2019
1. Ganz ehrlich: keine Konzerte sind auch keine Lösung
Trotzdem habe ich großen Respekt davor, dass die Musiker auf Einnahmen verzichten und versuchen, etwas Gutes zu tun. So weiterzumachen wie bisher ist ganz sicher falsch. Alleine, dass jetzt viele nach neuen Lösungen suchen ist unglaublich toll. Ich freue mich auf eine andere, bessere Welt!
scream queen 21.11.2019
2. Sehr gut
Und das nicht nur aus Klimagründen.
PeterAlef 21.11.2019
3. BÄNG..Coldplay...
...bei uns warten die Leute noch drauf, dass zuerst China, Indien und die USA sich ändern, bevor sie selbst was tun. I love You, Coldplay...
Diederich Grünling 21.11.2019
4. Danke Coldplay, aber jetzt
bitte nicht auf halbem Wege stehenbleiben. Bitte verbietet auch Supermärkten und Einkaufszentren Eure Musik zu spielen. Auch dort wird CO2 erzeugt. Und man kann sich das als Besucher nicht mal aussuchen.
ingofischer 21.11.2019
5. Bitte nicht alles dem Klimaschutz opfern
Dann müsste man ja auf alle möglichen Veranstaltungen verzichten - ich glaube kaum, dass Fußballspiele umweltfreundlicher sind als ein Musikkonzert. Der Grundgedanke ist ja löblich, aber man kann dem guten Zweck nicht alles opfern und sollte im Auge habe, an welchen Dingen man am ehesten etwas ändern sollte. Und da sollte der Verzicht auf Musikkonzerte als eine der letzten Maßnahmen gelten.
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