Daniel Craig James Bond, Kämpfer für die Frauenrechte

Als Geheimagent James Bond bevorzugt er Armschmuck mit Bikinifigur. Doch privat geht Schauspieler Daniel Craig der Sexismus in der Gesellschaft gehörig gegen den Strich. Einen Schuldigen hat der Frauenschwarm auch schon ausgemacht.

Getty Images

Hamburg - Ob Honey Ryder, Pussy Galore oder Strawberry Fields: Was ein echtes Bond-Girl ist, trägt einen Namen, der sich auch in der Erwachsenenunterhaltung gut machen würde. Dazu bestechen die Gespielinnen des Agenten Ihrer Majestät im allgemeinen mit Bikinifigur und entsprechend knappem Outfit.

Dem aktuellen James-Bond-Darsteller Daniel Craig passt dieses Frauenbild allerdings - zumindest privat - gar nicht. Der 43-Jährige hat jetzt massive Rückschritte bei der Emanzipation der Frauen beklagt. "Es ist nun wirklich nicht so, dass Frauen in allen Bereichen gleichberechtigt wären. Wir sind heute weniger frei im Denken als noch vor 30 Jahren", sagte der britische Schauspieler dem Männermagazin "GQ".

Einen Verantwortlichen für die fehlende Entwicklung hat Craig auch schon parat. "Die Werbung redet auf Frauen ein, dass sie möglichst sexy und freizügig rumlaufen müssen. Und das Schlimme ist: Die meisten folgen diesen Vorgaben auch noch."

Craig, der ab 25. August im Film "Cowboys & Aliens" im Kino zu sehen ist, sagte: "Den Grad an Sexismus, der heute im Fernsehen möglich ist, hätte man vor 30 Jahren nicht hingenommen."

Auf einem Poster für das Action-Spektakel steht Schauspielerin Olivia Wilde übrigens direkt neben Craig - im hautengen Kostümchen.

jok/dpa



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