Star-Geiger David Garrett wehrt sich gegen Sex-Interview seiner Ex-Freundin

Sie plaudert, er schaltet den Anwalt ein: Nach SPIEGEL-Informationen geht David Garrett gegen ein "Stern"-Interview vor, in dem seine Ex-Freundin ihre Gewaltvorwürfe gegen ihn ausbreitet.
David Garrett (Archivbild)

David Garrett (Archivbild)

Foto: Michael Kappeler/ dpa

Die Frage, wie es im Schlafzimmer des Geigers David Garrett, 35, zugeht, beschäftigt seit Wochen die Klatschpresse - und nun auch deutsche Medienrechtler. In der neuen Ausgabe des "Stern" erklärt Garretts Exfreundin, US-Pornodarstellerin Ashley Youdan, 28, ihren Vorwurf, der Musiker habe ihr Gewalt angetan.

Garretts Anwalt Harro von Have ließ dem Verlag nach SPIEGEL-Informationen am Mittwoch eine Unterlassungserklärung zukommen. "Der 'Stern' muss zur Kenntnis nehmen, dass es auch für Prominente einen Schutz der Intimsphäre gibt", sagt der Anwalt. "Die Schlafzimmertür bleibt zu." (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Youdan wirft Garrett vor, er habe sie zu harten Sexualpraktiken gezwungen, ihr körperlichen Schaden zugefügt und sie gegen ihren Willen in seiner Wohnung eingesperrt. In dem "Stern"-Interview äußert sie sich detailreich dazu, wann, wo und in welcher Konstellation sie mit Garrett Sex gehabt haben will.

Youdan hat in den USA Klage gegen den Geiger eingereicht, jedoch angekündigt, diese gegen Zahlung von zwölf Millionen Dollar zurückzuziehen.

"Ich verstehe nicht, warum der 'Stern' einem Erpressungsversuch so viel Platz einräumt", sagt Anwalt von Have. Der "Stern" erklärt dazu, von Have habe es "leider abgelehnt", zu einem Artikel über das Verfahren Stellung zu nehmen. "Gegenüber anderen Medien hat Garrett seine Version schon erzählt, Ashley Youdan erzählt nun ihre."

Garrett hat bereits Gegenklage eingereicht. Darin heißt es, Youdan habe vom ersten Tag der Beziehung an geplant, ihn auszubeuten. Garrett fordert einen Schadensersatz in Höhe von zehn Millionen Dollar.

akü