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Demi Moore: Absturz eines Superstars

Foto: Richard Shotwell/Invision/AP

Demi Moores Biografie "Vergewaltigung und Verrat"

Demi Moore räumt mit ihrem Leben auf: In einer Autobiografie schreibt die 56-Jährige über die Scheidung von Ashton Kutcher, Drogenprobleme - und Übergriffe in ihrer Kindheit.

Die Scheidung von Ashton Kutcher liegt bereits sechs Jahre zurück, sie beschäftigt Demi Moore aber noch immer: In einem Interview in der TV-Sendung "Good Morning America" sprach die 56-Jährige nun ausführlich über die Auswirkungen der Trennung auf ihr Leben.

"Ich hatte mich verloren", sagte Moore laut dem US-Magazin "People"  in dem Gespräch über ihre jetzt erschienene Autobiografie. "Wenn ich so zurückblicke, dann würde ich sagen: Ich blendete und verlor mich selbst."

Medienberichten zufolge schildert Moore in ihrem Buch unter anderem, wie ihr Leben seit der Trennung von Kutcher in eine schwere Krise geriet: Nach 20 Jahren Abstinenz habe sie wieder Drogen genommen und Alkohol getrunken, zudem hätten ihre drei Töchter sowie Ex-Mann Bruce Willis den Kontakt abgebrochen.

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Demi Moore: Absturz eines Superstars

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"Ich glaube, die zentrale Frage für mich lautete: 'Wie bin ich hierhergekommen'", sagte Moore nun. Die Antwort auf diese Frage lasse sich vor allem in ihrer Kindheit finden, die sie als "bunt" bezeichnete: Moore, als Demetria Guynes in Roswell im US-Bundesstaat New Mexico geboren, wuchs in zerrütteten Verhältnissen auf und verließ bereits mit 16 Jahren ihr Elternhaus.

Nach Modeljobs und kleinen TV-Rollen wurde sie 1985 durch den Teenagerfilm "St. Elmo's Fire - Die Leidenschaft brennt tief" bekannt. Hits wie "Ghost - Nachricht von Sam", "Eine Frage der Ehre" und "Ein unmoralisches Angebot" machten sie zur Topverdienerin. Für ihre Rolle als Stripperin in "Striptease" kassierte Moore 1996 mehr als zwölf Millionen Dollar, die damals höchste Gage für einen weiblichen Hollywoodstar.

Moore schildert in dem Buch auch, wie sie als Jugendliche missbraucht worden sei. Ihre Mutter habe von einem Mann 500 Dollar erhalten, nachdem dieser die damals 15-Jährige zum Geschlechtsverkehr gezwungen habe. "Das war Vergewaltigung, und es war Verrat", schreibt Moore in dem Buch.

"Meine Mutter brachte mich in Gefahr"

Demzufolge wartete ein älterer Mann auf sie, als sie eines Abends nach Hause kam. Er soll sie gefragt haben: "Wie fühlt es sich an, von der eigenen Mutter für 500 Dollar verkauft worden zu sein?" Moderatorin Diane Sawyer fragte Moore, ob sie glaube, von ihrer Mutter verkauft worden zu sein. "Tief in meinem Herzen weiß ich, dass es kein direktes Geschäft war", sagte die Schauspielerin. "Dennoch erlaubte sie ihm Zugang und brachte mich in Gefahr."

Ihr Verlag Harper Collins hatte bereits 2010 die Memoiren der Schauspielerin angekündigt. Zu diesem Zeitpunkt war sie noch mit Kutcher verheiratet, die Ehe ging 2011 auseinander. Für Moore war es die dritte Scheidung.

Sie war Anfang der Achtzigerjahre mit dem Musiker Freddie Moore liiert, dessen Nachnamen sie übernahm. 1987 heiratete sie Bruce Willis, mit dem sie drei Töchter hat. Ihr dritter Ehemann Kutcher betrog Moore schließlich mit Mila Kunis, die beiden sind inzwischen verheiratet. Der Kontakt zu ihren Töchtern habe sehr unter dieser Lebenskrise gelitten, sagte Moore vor Kurzem - aber sie habe den Entzug geschafft.

mxw
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