Die Sarkozys Harmonie auf dem Großmarkt

Das muss Liebe sein: "Ich komme mit dir", flötete Carla Sarkozy-Bruni ihrem Gatten um kurz nach 4 Uhr morgens ins Ohr, als der sich auf dem Weg zum Pariser Großmarkt machen wollte - um zwischen Fleisch und Fisch Volksnähe zu demonstrieren. Da durfte die schöne Carla nicht fehlen.


Paris - First Lady - wenn die Not groß ist, dann auch zu ungewöhnlichen Tageszeiten: Unangekündigt begleitete Carla Bruni-Sarkozy ihren Mann früh morgens zum Pariser Großmarkt Rungis. Zwischen Fisch, Fleisch und Käse galt es, Harmonie zu demonstrieren - und in der Gunst der Wähler zu punkten. Hand in Hand flanierten die 40-jährige Sängerin und der Präsident durch die Hallen - zur Freude der Verkäufer.

"Ah, endlich! Wir haben eine Präsidentin", rief eine Frau. "Sie ist etwas blass", sagte ein junger Mann über das Ex-Model, das nur wenig geschminkt und im dunklen Trenchcoat zu dem Termin erschien, auf dem der Präsident das von ihm viel zitierte "Frankreich, das früh aufsteht" treffen wollte.

Es war das erste Mal seit der Hochzeit im Februar, dass Bruni-Sarkozy ihren Mann bei einem offiziellen Außentermin in Frankreich begleitete. Auf eigene Initiative, wie der in den Umfragen stark abgestürzte Sarkozy betonte. "Ich komme mit dir", habe sie ihm morgens um kurz nach 4 Uhr gesagt, als er nach Rungis fahren wollte. Vor Ort wich die gebürtige Italienerin nicht von der Seite ihres Mannes, zeigte sich mit strahlendem Lächeln, probierte Rohmilchkäse und andere Spezialitäten an den Marktständen.

Die Menge gab sich beeindruckt über so viel Volksnähe: Zum Abschied gab es "Danke Carla"-Rufe. Das frühe Aufstehen scheint sich gelohnt zu haben.

han/AFP



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