Versuchte Erpressung Strafbefehl gegen Dieter Wedels Ex-Partnerin

Sie soll von Dieter Wedel Geld gefordert haben, um sich in der #MeToo-Debatte nicht zu äußern: Jetzt hat ein Gericht Strafbefehl gegen Dominique Voland, die frühere Lebensgefährtin des Regisseurs, erlassen.

Da waren sie noch ein Paar: Dominique Voland und Dieter Wedel beim Dresdner Semperopernball im Jahr 2011
Andreas Rentz/ Getty Images

Da waren sie noch ein Paar: Dominique Voland und Dieter Wedel beim Dresdner Semperopernball im Jahr 2011


Der Regisseur Dieter Wedel war der erste prominente Mann, der im Mittelpunkt der deutschen #MeToo-Debatte stand. Mehrere Schauspielerinnen warfen ihm Anfang 2018 in der Wochenzeitung "Die Zeit" sexuelle Übergriffe vor. Die Münchner Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen gegen den mittlerweile 80-Jährigen auf - Wedel selbst wies die Vorwürfe per eidesstattlicher Versicherung zurück.

In dieser Zeit soll sich Wedels Ex-Partnerin, die Tänzerin Dominique Voland, bei dem Regisseur gemeldet und Geld gefordert haben. Von bis zu 300.000 Euro ist in einer Strafanzeige die Rede, die Wedel wenig später gegen Voland erstattete. Laut Berliner Staatsanwaltschaft bot sie ihrem ehemaligen Lebensgefährten an, sich bei entsprechender Zahlung nicht negativ über ihn zu äußern. Wedel und Voland waren bis 2012 ein Paar, sie haben einen erwachsenen Sohn.

Jetzt hat das Berliner Amtsgericht Tiergarten einen Strafbefehl über 15.000 Euro wegen versuchter Erpressung gegen Voland erlassen. Wie Gerichtssprecherin Lisa Jani dem SPIEGEL bestätigte, ging es in dem Verfahren um eine "mutmaßlich unberechtigte Geldforderung an Herrn Dieter W.". Demnach soll Voland von Wedel eine Summe zwischen 100.000 und 300.000 Euro verlangt haben.

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Dieter Wedel und Dominique Voland: Verhärtete Fronten

Voland selbst bestreitet den Erpressungsversuch einem Medienbericht zufolge. "Das Gegenteil ist der Fall. Herr Wedel hat mich angerufen und gebeten, positiv über ihn auszusagen. Das habe ich abgelehnt", wird sie von der "Bild"-Zeitung zitiert. Gerichtssprecherin Jani sagte dem SPIEGEL, die Verteidigung von "Frau Dominique V." habe bereits Einspruch eingelegt.

jki

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