Anklage wegen häuslicher Gewalt Dietmar Hamann plädiert auf nicht schuldig

Dietmar Hamann steht wegen eines Vorfalls im Urlaub mit seiner Lebensgefährtin in Australien vor Gericht. Nun hat sich der frühere Fußballprofi erstmals zu den Vorwürfen gegen ihn geäußert.

Angeklagt wegen häuslicher Gewalt: Dietmar Hamann (Archivbild)
Alex Morton/REUTERS

Angeklagt wegen häuslicher Gewalt: Dietmar Hamann (Archivbild)


Im Verfahren wegen häuslicher Gewalt gegen Dietmar Hamann hat der frühere Fußballnationalspieler auf nicht schuldig plädiert. Das sagte sein Anwalt bei einem Termin vor dem Gericht in Waverley im Osten Sydneys.

Hamann, der nicht persönlich zu dem Termin erschien, muss sich wegen eines tätlichen Angriffs verantworten. Das Gericht entschied nun, dass der 45-Jährige gegen Kaution weiterhin in Freiheit bleibt. Die Verhandlung soll am 12. Dezember fortgesetzt werden.

Australische Ermittler hatten Hamann in der vergangenen Woche wegen eines mutmaßlichen Falls häuslicher Gewalt in Gewahrsam genommen. Zu dem Vorfall soll es am 21. Juni zwischen Hamann und seiner Lebensgefährtin gekommen sein, während die beiden ihren Urlaub in Sydney verbrachten. Der Ex-Sportler soll seine Freundin während eines Streits geschubst haben, die Frau blieb unverletzt.

Der Lokalsender "9 News Sydney" hatte Hamann bereits kurz nach dem Vorfall mit den Vorwürfen konfrontiert. Der 45-Jährige entgegnete auf die Fragen der Reporterin: "Ich habe nichts zu sagen."

Hamann, der nach einer Karriere in der Bundesliga und der Premier League unter anderem als Fußballexperte im Fernsehen arbeitet, war Medienberichten zufolge gleich zweimal festgenommen worden: Er kam demzufolge nach seiner Festnahme über Nacht erneut für kurze Zeit in Gewahrsam, nachdem er trotz eines von den Behörden verhängten Kontaktverbots seine Lebensgefährtin angerufen haben soll.

Hamann wurde in seiner Zeit als Profifußballer unter anderem 2002 Vizeweltmeister mit der DFB-Auswahl und gewann 2005 mit dem FC Liverpool die Champions League.

mxw/AP

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