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Don Winslow Schwert statt Stift

aus DER SPIEGEL 22/2022
Foto: Rick Friedman / Guardian / eyevine / laif

Bestsellerautor Don Winslow, 68, will künftig keine Romane mehr schreiben, sondern nur noch Tweets. Er möchte so die Wiederwahl von Donald Trump 2024 verhindern. »Wir Demokraten kommen allzu oft mit Löffeln zu einem Messerkampf, das ist unser Problem. Man sagt zwar, dass, wenn der Gegner dich runterziehen will, man selbst oben bleiben soll. Ich aber meine, wenn der Gegner mich runterziehen will – dann warte ich dort unten schon auf ihn«, sagte er dem SPIEGEL. Im Moment ist er auf Abschiedstour, die ihn auch nach Deutschland führt. Er habe widerwillig den Stift gegen das Schwert eingetauscht, verkündete er in Hamburg. Die Repu­blikaner hätten ihm keine andere Wahl gelassen. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, sei Social Media nun mal geeigneter als das Schreiben von Romanen. Schon bei der letzten US-Wahl hatte er seinen Twitterkanal genutzt, um sich gegen Trump einzusetzen. Fans können sich trotz Schreibstopp noch auf einigen Lesestoff freuen: Winslows neuer Roman »City on Fire« ist noch nicht sein letzter, sondern Auftakt zu einer Trilogie, die er bereits fertig geschrieben hat. Der dritte Band soll im US-Wahljahr 2024 erscheinen.

red
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