"Sie macht einen tollen Job" Plötzlich mag Trump Herzogin Meghan doch

War da was? Kurz nachdem ein Mitschnitt belegt hat, dass Donald Trump Meghan Markle "fies" genannt hat, behauptet der US-Präsident das Gegenteil. Nun glaubt er offenbar, dass sie "sehr nett" sei.

Donald Trump und die Herzogin Meghan: "Ich hoffe, sie genießt ihr Leben"
DPA

Donald Trump und die Herzogin Meghan: "Ich hoffe, sie genießt ihr Leben"


US-Präsident Donald Trump hat seine kritischen Äußerungen über Herzogin Meghan relativiert und die ehemalige Schauspielerin stattdessen gelobt. "Sie macht einen tollen Job. Ich hoffe, sie genießt ihr Leben (...). Ich glaube, sie ist sehr nett", sagte Trump über die 37-Jährige dem TV-Sender ITV in London. Das Interview führte der britische Journalist Piers Morgan, der zum Freundeskreis des Präsidenten zählt.

Als die Schauspielerin noch in den USA lebte, hatte sie Trump im Wahlkampf 2016 einen Frauenhasser genannt und scharfe Kritik an seiner Politik geübt. Unter anderem nannte die Herzogin sie "spalterisch". Meghan hatte ihre Auswanderung nach Kanada angekündigt, sollte Trump Präsident werden.

Trotz Audioaufnahmen - Trump bestreitet seine Aussage

Kurz vor seinem Staatsbesuch in Großbritannien wurde Trump mit dieser Kritik konfrontiert. Daraufhin sagte er der Zeitung "Sun", er habe nicht gewusst, dass Meghan "fies" gewesen sei.

Die "Sun" hatte die Audioaufnahme veröffentlicht. Diese Sätze kann sich jeder anhören. Dennoch bestritt der US-Präsident diese Aussage. Er forderte via Twitter eine Entschuldigung von "CNN" und "New York Times" und anderen Medien, die darüber berichtet hatten.

In dem ITV-Interview stellte Trump nun klar: Er habe nicht gemeint, dass Meghan fies sei, sondern dies nur auf ihre Aussagen ihm gegenüber bezogen. Auch Gerüchten, dass Prinz Harry beim Empfang im Buckingham-Palast am vergangenen Montag auf Distanz zu ihm gegangen sei, widersprach Trump. "Er hätte gar nicht netter sein können", sagte er. "Ich glaube, er ist ein großartiger Kerl." Meghan und Harry hatten vor einem Jahr in Windsor nahe der britischen Hauptstadt geheiratet.

Meghan hatte an keinen offiziellen Terminen während Trumps Staatsbesuch in Großbritannien teilgenommen. Sie brachte vor etwa einem Monat ihr erstes Kind zur Welt. Der gemeinsame Sohn mit Prinz Harry heißt Archie.

Bei seinem Staatsbesuch traf sich Trump auch mit Prinz Charles. Trump sagte ITV , er habe eineinhalb Stunden statt der geplanten 15 Minuten mit dem britischen Thronfolger gesprochen - dabei ging es offenbar vor allem um den Klimawandel. Auf die Frage, ob er persönlich daran glaube, antwortete der US-Präsident: "Ich glaube, dass es eine Änderung beim Wetter gibt und ich glaube, es ändert sich in beide Richtungen."

Trump sagte in dem Interview über das Gespräch mit Charles: "Ich denke, wir hatten eine großartige Konversation und es ging um - wie Sie das nennen würden - Klimawandel." Er habe dem Prinzen gesagt: "Die Vereinigten Staaten haben im Augenblick auf der Basis aller Statistiken eines der saubersten Klimata, die es gibt, und es wird sogar noch besser." Er stimme mit dem Thronfolger darin überein, "dass ich das beste Wasser will, das sauberste Wasser, kristallsauber". China, Indien, Russland und viele andere Nationen hätten dagegen weder sehr sauberes Wasser noch sehr saubere Luft.

Trump schien in seinen Aussagen Umweltverschmutzung und Klimawandel gleichzusetzen. Trump hat sich in der Vergangenheit mehrfach skeptisch darüber geäußert, ob es Klimawandel gibt und falls ja, ob er vom Menschen verursacht wird. Er hat die USA - einen der größten Verursacher von Treibhausgasen weltweit - aus dem internationalen Pariser Klimaschutzabkommen zurückgezogen.

bam/dpa

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.