Dopingverdacht Stallone wegen Import von Wachstumshormonen angeklagt

Für sein Filmcomeback als "Rocky" bekam Schauspieler Sylvester Stallone viel Lob. Seine beeindruckenden Muskelpakete haben dem 60-Jährigen nun allerdings Ärger mit der australischen Justiz eingebracht - wegen des versuchten Imports von Wachstumshormonen.


Sydney - Hollywood-Muskelprotz Sylvester Stallone wurde von einem Gericht in Sydney angeklagt. Stallone habe bei seiner Einreise am 16. Februar 48 Fläschchen mit dem verbotenen Muskel-Aufbaupräparat Jintropin im Gepäck gehabt, hieß es in der heute vorgelegten Anklageschrift, wie die Nachrichtenagentur AAP berichtete. Stallone durfte Australien nach der Durchsuchung verlassen. Er wird vor Gericht von einem Anwalt vertreten.

Stallone hatte nach den Ermittlungen der australischen Zöllner fünf Kästen mit dem verbotenen Hormonpräparat bei sich, als er Mitte Februar mit seinem Privatjet zu einer Promotion-Tour für seinen neuen Film "Rocky Balboa" eintraf. Auf den Papieren, die bei der Einwanderung ausgefüllt werden müssen, habe er bei der Nachfrage nach Drogen, Hormonpräparaten und Waffen das Nein angekreuzt. Jintropin enthält den Wirkstoff Somatropin, der die Libido stärkt, das Körperfett reduziert, den Muskelaufbau fördert und einen Energieschub verleiht.

Der Fall wurde auf den 14. April vertagt. Dann sollen sich Stallones Anwälte zu dem Vorwurf äußern. Stallone hatte den Zwischenfall während seiner Australienreise als Missverständnis bezeichnet. Die theoretische Höchststrafe beträgt 110.000 australische Dollar (65.000 Euro) und fünf Jahre Gefängnis. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass sie verhängt wird. Experten gehen von einer Strafe von umgerechnet 13.000 Euro aus.

Als Stallone von den australischen Beamten aufgehalten wurde, sagte er zu Reportern: "Ich nehme so etwas seit Jahren - es ist nicht gefährlich." Die Plädoyers wurden für den 24. April angesetzt.

ffr/AFP



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