Ehe am Ende Sarkozys lassen sich scheiden

Schluss mit Gerüchten: Nicolas Sarkozy und seine Ehefrau Cécilia haben ihre Trennung bekannt gegeben. Das Büro des französischen Präsidenten bestätigte die Scheidung heute offiziell - sie geschehe "im Einvernehmen".


Paris - Schon gestern hatte "Le Nouvel Observateur" berichtet, dass sich das Präsidentenpaar am Montagabend vor einem Scheidungsrichter getroffen hätte, um Einzelheiten zu klären. Heute dann kam die Bestätigung durch Sarkozys Sprecher im Elysée-Palast. Die Trennung erfolge in gegenseitigem Einverständnis - eine Stellungnahme der beiden werde es aber nicht geben.

Das Verhältnis zwischen dem 52-jährigen Sarkozy und seiner 49-jährigen Partnerin galt seit einiger Zeit als angespannt. Seit dem Wahlsieg ihres Gatten im Mai hat Frau Sarkozy nur an drei offiziellen Veranstaltungen teilgenommen - zuletzt am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag. Kürzlich sagte sie eine Reise nach Bulgarien ab, wo sie gemeinsam mit dem Präsidenten für ihren Einsatz bei der Befreiung der Krankenschwestern aus libyscher Haft ausgezeichnet werden sollte, was die Gerüchte über eine Trennung nur weiter anheizte.

Cécilia Sarkozy spielte lange Jahre eine entscheidende Rolle beim Aufstieg ihres Mannes. Sie fungierte schon als seine Beraterin, als dieser erst Innenminister wurde und später das Wirtschaftsressort übernahm. Aus dieser Zeit stammt auch ein Zitat, in dem Sarkozy seine Gattin als "den einzigen nicht verhandelbaren Teil" seiner Karriere bezeichnete.

Das Paar hat 1996 geheiratet und später einen gemeinsamen Sohn zur Welt gebracht. Aus früheren Ehen haben beide jeweils zwei Kinder. 2005 lebten die Sarkozys bereits kurzzeitig getrennt, nachdem beide Affären mit anderen Partnern gehabt hatten. Sarkozy schien die Trennung damals sehr an die Substanz gegangen zu sein, er wirkte reizbar und ausgezehrt. Anfang 2006 feierten die Eheleute den Neustart ihrer Beziehung. Sarkozy hatte damals gesagt, er glaube daran, dass sie nun für immer zusammen blieben.

jjc/ffr/Reuters



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