Ehe-Spekulationen Französische Zeitung meldet Hochzeit von Sarkozy und Bruni

Eheglück in aller Stille? Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy und Carla Bruni sollen schon in der vergangenen Woche geheiratet haben: Eine französische Zeitung berichtet über eine Feier im kleinsten Kreis im Elysée-Palast.


Paris - Die Zeitung "L'Est Républicain" meldet in ihrer Online-Ausgabe, Sarkozy und Bruni hätten sich schon am vergangenen Donnerstag in einer vertraulichen Zeremonie in dem Präsidentenpalast das Jawort gegeben. Sie berief sich auf den Vertrauten eines Zeugen der Trauung. Von der üblichen Pflicht eines öffentlichen Aufgebots sei der Präsident entbunden worden, berichtet "L'Est Républicain", die in Privatangelegenheiten des Präsidenten als gut informierte Zeitung gilt. Das Blatt hatte im Oktober die Trennung Sarkozys von seiner Ex-Frau Cécilia enthüllt. "Kein Kommentar", hieß es zu den Berichten aus dem Élysée-Palast.

Der Staatschef hatte am vergangenen Dienstag auf einer Pressekonferenz erklärt, seine Beziehung zu Bruni sei ernst. Von einer Heirat werde die Öffentlichkeit wahrscheinlich erst erfahren, wenn sie schon vollzogen sei.

Das Paar beherrscht seit Wochen mit seinem öffentlich zur Schau gestellten Liebesglück die Schlagzeilen der französischen Presse. Beide lernten sich im November bei einem Abendessen kennen, einen Monat nach der Scheidung Sarkozys von seiner zweiten Frau Cécilia.

Sarkozy verbrachte mit der 40-jährigen Bruni, die nach ihrer Zeit als Supermodel eine Karriere als Chansonsängerin einschlug, bereits die Weihnachtsferien in Ägypten. Auch zu einem Besuch in Jordanien nahm er sie mit. Am Sonntag brach Sarkozy zu einer dreitägigen Nahostreise auf. Das Herrscherhaus von Saudi-Arabien hatte zuvor klar gemacht, dass der Präsident seine Freundin nicht mitbringen solle. Laut der Scharia dürfen unverheiratete Paare nicht alleine sein.

Durch eine Hochzeit würde Sarkozy weitere protokollarische Schwierigkeiten umgehen. Für Ende des Monats will er zu einem Staatsbesuch nach Indien aufbrechen. Auch von dort waren bereits Vorbehalte gegen eine Mitreise Brunis laut geworden. Die Zeitung "L'Est Républicain" witzelte nun schon über bevorstehende "Flitterwochen im Land der Maharadschas" und freute sich auf rührende Fotos vor dem Taj Mahal.

jjc/AP/AFP



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