Code »Operation London Bridge« Was nach dem Tod der Queen passiert

Auch mit 95 Jahren erfreut sich Queen Elizabeth II. noch guter Gesundheit. Dennoch gibt es genaue Pläne, was nach ihrem Tod passiert. Nun wurden weitere Details aus dem Protokoll bekannt.
Elizabeth II.: Seit 1952 Königin von England (Archivbild)

Elizabeth II.: Seit 1952 Königin von England (Archivbild)

Foto: Sean Gallup / Getty Images

Seit fast 70 Jahren ist Elizabeth II. die Königin von England. Trotz ihres fortgeschrittenen Alters erfüllt die 95-Jährige dieses Amt nach wie vor. Doch nicht nur das Leben der Queen folgt einem Protokoll, auch für die Zeit nach ihrem Tod gibt es strikte Vorgaben. Erstmals hatte der »Guardian« 2017 über die Existenz des Protokolls mit dem Codenamen »Operation London Bridge« berichtet. Nun enthüllte das Magazin »Politico«  unter Berufung auf entsprechende Dokumente weitere Details.

Eine herausgehobene Rolle in dem Protokoll nimmt dem Bericht zufolge die Social-Media-Strategie ein. Sie sieht demnach vor, dass die Internetseite der Royal Family sich nach dem Tod der Queen zu einem schwarzen Standbild wandeln soll. Die Website der Regierung und alle Social-Media-Kanäle sollen demnach ebenfalls ein schwarzes Banner zeigen. Es dürften keine Beiträge mehr geteilt werden, ohne dass es die Kommunikationsabteilung der Regierung erlaubt.

Eine »Telefonkaskade« und Flaggen auf halbmast

Im Bericht heißt es außerdem, der Tod der Queen werde eine »Telefonkaskade« auslösen, um den Premierminister, das Kabinett und weitere hochrangige Offizielle zu informieren. Besondere Sorgen machte sich die britische Regierung in der Vergangenheit offenbar darum, dass es einen öffentlichen Aufschrei geben könnte, wenn es der Regierung nicht gelänge, dann innerhalb von zehn Minuten die Flaggen auf halbmast zu setzen. Bei einer Übung vor einigen Jahren wurde die Befürchtung laut, dass dies nicht sichergestellt sei. Mittlerweile soll das Problem aber gelöst sein.

Schon am Tag nach dem Tod seiner Mutter werde Prinz Charles dann zum neuen König ausgerufen. Zehn Tage nach ihrem Tod werde Queen Elizabeth II. dann beerdigt, heißt es.

Dass sie die Pläne jetzt veröffentlichten, habe nichts mit einer etwaigen Verschlechterung des Gesundheitszustands der Queen zu tun, so »Politico«. Im April war Prinz Philip, der Ehemann von Elizabeth II., im Alter von 99 Jahren gestorben.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, Prinz Charles werde am Tag nach dem Tod seiner Mutter zum König gekrönt. Tatsächlich geht es jedoch nur um die Ausrufung zum König. Wir haben den Fehler korrigiert.

jsp