"Pädophiler"-Beleidigungen Musk bittet Gericht, Klage von britischem Taucher gegen ihn abzuweisen

Der als Pädophiler beleidigte Taucher hat Ernst gemacht und den Tesla-Gründer Elon Musk verklagt. Nun versucht der Unternehmer, sich herauszuwinden: Die Pädophilie-Vorwürfe habe niemand ernst nehmen können.
Elon Musk

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Foto: DAVID MCNEW/ AFP

Elon Musk hat das Gericht darum gebeten, die Klage des britischen Tauchers Vernon Unsworth abzuweisen, den Musk wiederholt als Pädophilen bezeichnet hatte. Musks Anwälte argumentieren, es handele sich um "fantasievolle Attacken". Diese seien zwar anstößig, aber von der freien Meinungsäußerung gedeckt - selbst wenn sie keine sachliche Grundlage hätten.

Musks "übertriebene" Kommentare seien lediglich ein "Schulhofgezänk" in den sozialen Medien. Gerade auf Twitter würden Teilnehmer erwarten, Meinungen statt Fakten zu lesen, und niemand habe ernsthaft glauben können, dass die Aussagen wahr seien.

Beleidigung vor mehr als 22 Millionen Twitter-Followern

Der Tech-Milliardär hatte während der Rettungsaktion für die Jugendfußballmannschaft, die im Juni von Wassermassen in einer Höhle in Thailand eingeschlossen worden war, den Einsatz eines Mini-U-Boots vorgeschlagen. Er war verärgert darüber, dass Unsworth seinen Vorschlag als PR-Gag kritisiert hatte, und hat ihn in einem Tweet an mehr als 22 Millionen Twitter-Follower ohne Belege als "Pädophilen" bezeichnet.

Der Brite hat die Vorwürfe zurückgewiesen und fordert unter anderem eine Zahlung von mindestens 75.000 Dollar (umgerechnet etwa 64.000 Euro) sowie ein Verbot für Musk, die Behauptungen zu wiederholen.

Unsworths Anwalt lehnt das Ansinnen von Musk ab. Dies würde alle Gerichtsverfahren wegen online veröffentlichter, diffamierender Angriffe zum Scheitern verurteilen. Er sei "zuversichtlich, dass das Gericht diese fantasievolle Position ebenfalls ablehnen wird".

Eine Anhörung ist für den 1. April 2019 angesetzt.

sth/Reuters/AP
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