Klatsch und Knatsch Drama, Baby!

Moby ist zerknirscht, Iggy Azalea empört, Patricia Arquette genervt - und Elton John schämt sich für sein Land: In den Promimeldungen der Woche schlagen die Emotionen hoch.

Torben Christensen/AP

Den Frust der Woche…...

... ließ Elton John ab. Seit Jahren stehen sich in Großbritannien Gegner und Befürworter des Brexit ziemlich unversöhnlich gegenüber. Der Sänger ist ein klarer Brexit-Gegner. Das hat er nun wieder einmal kundgetan.

Bei einem Konzert in Verona ließ er sich über den Brexit und die politische Klasse aus - und fand deutliche Worte: Er schäme sich für sein Land und was es getan habe. Er habe die Schnauze voll von Politikern, besonders britischen - und dem Brexit. "Ich bin Europäer. Ich bin kein dummer, kolonialistischer, imperialistischer englischer Idiot."

Elton Johns Ansichten zum britischen EU-Austritt sind schon länger bekannt. 2018 sagte er, der Brexit sei, als ob man mit verbundenen Augen durch ein Labyrinth laufe, 16-mal im Kreis gedreht werde und dann versuche, den Ausgang zu finden. Der Sänger ist derzeit auf einer Welttournee unterwegs - angeblich seiner letzten. Zudem ist derzeit "Rocketman" in den Kinos, ein Film über sein Leben (eine Rezension lesen Sie hier).

Die Entschuldigung der Woche...

…...kam von Moby. Der Musiker hatte in einem Buch behauptet, mit Natalie Portmann ausgegangen zu sein - was die Schauspielerin daraufhin bestritt. Schließlich ruderte der 53-Jährige zurück: "Es war wirklich rücksichtslos von mir, sie nicht zu informieren, bevor das Buch erscheint", heißt es in einem Instagram-Post. An Portman gerichtet schrieb er: "Dafür bitte ich Natalie um Entschuldigung."

Er habe versucht, alle Menschen, die in seinem Buch vorkämen, mit Würde zu behandeln, schrieb Moby. In seiner Autobiografie "Then It Fell Apart" hatte er über eine romantische Begegnung mit Portman im Jahr 1999 geschrieben. Die 37-Jährige wies diese Darstellung in einem Interview zurück.

Die großzügigste Mutter der Woche...

... ist ganz ohne Zweifel Cardi B. Die Grammy-Gewinnerin gab 80.000 Dollar für Diamantschmuck für das kleine Mädchen aus, wie die Rapperin in einem Instagram-Post öffentlich machte. Wenn sie selbst so viel Schmuck trage, müsse ihre Tochter das auch, schrieb sie dazu.

Ein Foto zeigt zahlreiche Armbänder in Gold, Silber und Rotgold sowie ein Paar Diamantohrringe. Man könnte das als übertrieben empfinden - und dessen ist Cardi B sich offenbar auch bewusst: "Ja, ich protze, weil ich mir den Arsch aufreiße, um das tun zu können."

Die Frau der Woche...

…...ist Patricia Arquette - denn die musste sich schon so manche Verunglimpfung gefallen lassen, wie sie nun verriet: Vor allem für eine ihrer neuesten Serienrollen - für die sie extra an Gewicht zugenommen hat - seien die Reaktionen der Menschen heftig gewesen. Sie sei kaum wahrgenommen worden, sagte die 52-Jährige.

Die Haltung mancher Menschen habe auf sie gewirkt, als würden sie ihr sagen: "Du bist eine pummelige Dame mittleren Alters - also existierst du nicht." Mit zunehmendem Alter habe Arquette zudem den Druck gespürt, jünger aussehen zu müssen, als sie tatsächlich sei, sagte sie. "Spielt man eine 40-Jährige, muss man eine 40-Jährige sein, die aussieht wie eine 30-Jährige."

Den Song der Woche...

…...hat Sarah Connor geschrieben. Die 38-Jährige hat der im vergangenen Jahr gestorbenen Tochter von Morgan und Bode Miller ein Lied gewidmet, wie sie nun verriet. Die anderthalb Jahre alte Emeline war im Sommer 2018 in Kalifornien in einem Pool ertrunken.

"Ich konnte das Foto nicht vergessen, das Emmys Mutter kurz danach auf Instagram gepostet hat. Es zeigt sie mit ihrem kleinen Mädchen im Arm, das an viele Schläuche und Kabel angeschlossen ist, und darunter ein unendlich trauriger Abschiedstext", sagte Connor. "Das hat mich tagelang nicht losgelassen." Der Song "Flugzeug aus Papier" ist auf Connors neuem Album "Herz Kraft Werke".

Der empörteste Star der Woche...

…... ist Iggy Azalea - und zwar völlig zurecht: 2016 ließ sich die Rapperin für die australische Ausgabe des Magazins "GQ" knapp bekleidet ablichten - dabei entstanden offenbar auch Aufnahmen, die den Oberköper der Künstlerin nackt zeigen. Sie waren der 28-Jährigen zufolge aber nicht für die Veröffentlichung gedacht. Genau diese Bilder sind nun im Internet verbreitet worden.

Wegen des Leaks der Aufnahmen hat Azalea ihre Social-Media-Accounts deaktiviert, meldete sich aber noch einmal aus ihrer Twitter- und Instagram-Pause mit einem Statement zurück: Sie fühle sich "überrumpelt, beschämt, verletzt, wütend, traurig und eine Million andere Dinge", schrieb Azalea.

Auch kritisierte sie die Reaktionen auf die Fotos: Unter anderem hätten Männer ihre sexuellen Fantasien beschrieben. Sie sei vor ihrer Familie und den Menschen, die ihr wichtig seien, gedemütigt worden.

Zum Papa der Woche...

…...küren wir einfach mal Adel Tawil. Der Sänger hatte vor ein paar Wochen mitgeteilt, dass er Vater geworden ist. Über den Nachwuchs ist kaum etwas bekannt - weder der Name und das Geschlecht des Kindes noch das genaue Alter. Dafür hat Tawil nun mit der Zeitschrift "Schall" darüber gesprochen, was es für ihn bedeutet, Vater zu sein.

"Das Leben hat jetzt für mich einen anderen Drive bekommen, auch einen anderen Sinn", sagte der 40-Jährige. "Vatersein heißt jetzt, ein bisschen mehr Demut und Ehrfurcht vor dem Leben, vor der Welt zu haben."

mxw/ulz

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