Elton John vs. Lily Allen "Ich könnte dich immer noch unter den Tisch koksen"

Zickenkrieg auf der Bühne: Auf einer Londoner Preisverleihung ließ Sängerin Lily Allen alle Hemmungen fallen und attackierte ihren Co-Moderator Elton John aufs Heftigste. Der ließ sich nicht lange bitte und konterte wie ein Kesselflicker.

London - Man kennt ihn, den flotten Schlagabtausch zwischen Moderatoren einer Gala, der manchmal choreografiert und hölzern, bisweilen aber auch locker und sogar witzig daherkommt.

Was Pop-Ikone Elton John und Sängerin Lily Allen sich Dienstagabend bei der Verleihung des "Men of the Year Award" in London an den Kopf warfen, scheint allerdings alles andere als zuvor einstudiert gewesen zu sein.

Eine ganze Horde hochrangiger Prominenter, darunter auch Elizabeth Hurley, die Bandmitglieder von Led Zeppelin und Elle MacPherson, hatten sich im Royal Opera House im Londoner Szeneviertel Covent Garden zusammengefunden, um den Männern des Jahres zu huldigen.

Die permanent an ihrem Champagner nippende Allen sei im Laufe des Abends zusehends "abgeglitten", schrieb die "Daily Mail". Es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, wann sie anfangen würde, zu lästern, zu fluchen und ohne Redemanuskript zu sprechen, hieß es.

Als die Sängerin mit hörbar gelöster Zunge ankündigte, man komme nun "zum wichtigsten Teil des Abends", habe ihr Kollege Elton John flapsig gefragt: "Wie? Willst du noch einen Drink nehmen?" Die Antwort der Moderatorin fiel unerwartet scharf aus: "Fuck you, Elton. Ich bin 40 Jahre jünger als du und habe noch mein ganzes Leben vor mir." Bleiernes Schweigen im Publikum.

Der offensichtlich indignierte Elton John schoss zurück: "Ich könnte dich immer noch unter den Tisch koksen", woraufhin Allen den Rückzug antrat und erklärte, sie wisse gar nicht, wovon er rede. In den Pausen zwischen den Preisverleihungen habe man den Popstar dann dabei beobachtet, wie er ein ernstes Wort mit der Sängerin sprach, schreibt die "Daily Mail". Das habe Allen aber nicht davon abgehalten, auf der anschließenden Party noch mehr zu trinken, hieß es.

Der Preis für die Männer des Jahres wird von dem britischen Männermagazin "GQ" verliehen. Gewinner in der Kategorie "International" war der US-amerikanische Schauspieler Josh Brolin ("No Country for Old Men"). Elton John verlieh dem Sänger Tony Bennett den "Inspiration Award", Ex-Supermodel Jerry Hall ehrte den Fotografen David Bailey mit einem Preis für sein Lebenswerk. Der Herausgeber von "GQ", Dylan Jones, zeichnete den Künstler Sir Peter Blake als Visionär des Jahres aus.

Der Journalist, Schriftsteller und konservative Bürgermeister von London, Boris Johnson, wurde als Politiker des Jahres geehrt. Liz Hurley zeichnete den britischen Starkoch Gordon Ramsay als Unternehmer des Jahres aus. Die einzige Gewinnerin des Abends war die britsche Künstlerin und Fotografin Sam Taylor-Wood, die von Bond-Darsteller Daniel Craig per Video-Aufzeichnung als Frau des Jahres geehrt wurde.

ala

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