Emily Blunt über den Mutterkult Frauen können zu Frauen grausam sein

Schauspielerin Emily Blunt sieht ihre Geschlechtsgenossinnen erheblichem Stress ausgesetzt, wenn es um Mutterschaft oder Familie geht. Der größte Druck, sagt sie, käme dabei von anderen Frauen.

REUTERS

Die Frage, ob sie ein Kind kriegen sollten oder nicht, sei für viele Frauen auch noch im Jahr 2016 ziemlich belastend, sagt Emily Blunt. "Ich denke, es lastet ein gewaltiger sozialer Druck auf Frauen, wenn es um Dinge wie das Muttersein geht. Diesen Mutterkult gibt es immer noch", zitiert der britische "Guardian" die Schauspielerin.

In ihrem neuen Film "The Girl on the Train" spielt Blunt eine junge Frau, die trotz einer Fruchtbarkeitsbehandlung nicht schwanger werden kann. Auf ihrer täglichen Fahrt mit dem Zug beobachtet Rachel ein scheinbar perfektes Paar. Doch was sie verwirrt: Die junge Megan, die plötzlich verschwindet, möchte partout kein Kind bekommen. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Paula Hawkins, der ein Bestseller wurde.

Der Druck rund um das Thema Muttersein sei so hoch, dass sich Frauen für jede Entscheidung rechtfertigen müssten - ob sie überhaupt Mutter würden oder nicht, ob sie die Brust geben würden oder nicht. "Ich könnte ewig so weitermachen", sagte Blunt dem "Guardian" zufolge bei der Premiere des Films in London.

Die meisten bösen Kommentare müssten Frauen dabei von ihren Geschlechtsgenossinnen einstecken. "Ich glaube, Frauen können ein wenig grausam zueinander sein, wenn es um Themen wie Haushalt und Familie geht - mehr als in allen anderen Bereichen", sagte die Schauspielerin.

jal

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