Emma Stone über Hollywood "Wieder ein Tag, an dem dich jemand rausgeschickt hat"

Mit dem Musical "La La Land" könnte Emma Stone bald die großen Preise der Filmbranche abräumen - das hält die 28-Jährige aber nicht davon ab, scharfe Kritik am Umgangston in Hollywood zu üben.


Emma Stone ist jung, erfolgreich - und bemerkenswert kritisch gegenüber ihren Auftraggebern: Erst vor Kurzem erzählte die 28-Jährige, wie sie bisweilen gegenüber männlichen Kollegen benachteiligt werde: "Es gab Zeiten, in denen ich bei einem Filmdreh gesagt bekam, dass ich die Arbeit behindern würde, wenn ich meine eigene Meinung oder eine Idee einbrachte."

Nun hat Stone nachgelegt - und sich über den mitunter rauen Umgangston in Hollywood geäußert. Vor allem die Anfänge ihrer Karriere und die vielen Termine zum Vorsprechen habe sie nicht nur positiv in Erinnerung, sagte sie. "Es war wieder ein anderer Tag, an dem dich jemand nicht angeschaut oder dich unterbrochen oder dich rausgeschickt hat. An so etwas kann ich mich erinnern."

Sie habe daher auch ein besonderes Verhältnis zu ihrer jüngsten Rolle: Im Musicalfilm "La La Land" spielt sie an der Seite von Ryan Gosling die junge Schauspielerin Mia, die in Los Angeles von ihrem Durchbruch träumt. "Ich kann viele der Situationen nachvollziehen, die Mia im Film beim Vorsprechen erlebt", sagte Stone. Sie meine damit "auch die Gefühle, die damit einhergehen: das Gefühl von Ablehnung und Hoffnung; Hoffnung, die zerschlagen wird".

"La La Land" des Regisseurs Damien Chazelle kommt am 12. Januar in die Kinos und gilt schon jetzt als großer Oscar-Favorit. So leicht, wie es auf der Leinwand aussieht, waren die Dreharbeiten für Hauptdarsteller Ryan Gosling allerdings wohl nicht. Es sei eine Herausforderung gewesen zu tanzen, zu singen und sogar Klavierspielen zu lernen. "Mit all diesen Dingen habe ich mal experimentiert, als ich jünger war", so der 36-Jährige. Er sei darin aber nie allzu ambitioniert gewesen gesehen.

"Deswegen war es jetzt auch eine tolle Chance, das alles endlich richtig machen zu können." Dennoch hätte er mehr von sich erwartet. "Man stellt sich ja immer vor, dass man etwas übt, besser wird und irgendwann sein Ziel erreicht", so Gosling. "Die Realität sieht aber anders aus."

mxw/dpa



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