Stunk bei Anti-Fracking-Aktion Bauer bespritzt Emma Thompson mit Gülle

Bei einem Protest gegen Fracking hat Emma Thompson das Gesetz gebrochen. Der betroffene Landwirt reagierte stinkig.

John Cobb / Greenpeace

So hatte Emma Thompson sich ihren Ausflug in die Natur sicher nicht vorgestellt. Im englischen Lancashire hat ein wütender Bauer versucht, die Oscar-Gewinnerin mit Gülle zu bespritzen. Der Grund für die Empörung des Landwirts: Die Schauspielerin hatte auf seinem Grundstück gegen Fracking protestiert und ihn dadurch von der Arbeit abgehalten. Mehrere britische Medien berichteten über den Fall.

Für Greenpeace veranstalteten Thompson und ihre Schwester Sophie eine satirische Backaktion unter dem Motto "The Frack Free Bake Off". Sie habe damit der Regierung zeigen wollen, dass "wir nicht zulassen werden, dass Fracking unsere Landschaft entstellt und den Klimawandel weiter befeuert", sagte Thompson.

Dabei setzten die Demonstranten sich jedoch über eine gerichtliche Verfügung hinweg, die seit 2014 Proteste auf dem Grundstück verbietet.

Die Energiefirma Cuadrilla plant auf dem Stück Land, Schiefergas zu fördern. Die Bewerbung der Firma um eine Fracking-Genehmigung war vom Gemeinderat abgelehnt worden. Das Unternehmen hat dagegen Rechtsbehelf eingelegt, jetzt soll die Regierung entscheiden.

"Es ist mehr als lächerlich, dass Prominente aus London unbefugt das Grundstück eines Landwirts in Lancashire betreten, ihn von der Arbeit abhalten und uns zugleich darüber belehren, wo das Vereinigte Königreich sein Erdgas herbekommen soll", sagte Cuadrilla-Chef Francis Egan der britischen Zeitung "The Telegraph". Das Unternehmen prüft nach eigener Auskunft rechtliche Schritte.

Die Polizei verhaftete niemanden. Dennoch blieb die Aktion nicht ohne Konsequenzen: Der Landwirt fuhr einen Tank voll Gülle vor und spritzte den flüssigen Dünger in Richtung Thompson-Schwestern. Er verfehlte die beiden und ihre Kuchen nur knapp. Andere Teilnehmer wurden aber getroffen.

Die Demonstranten ließen sich davon jedoch nicht entmutigen: "Der Gestank ist vorübergehend", sagte eine Teilnehmerin der Backaktion. Die Folgen des Frackings aber seien dauerhaft.

asa

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