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Emma Watson über Feminismus Es geht um Freiheit, nicht um meine Brüste

Weil Emma Watson oben ohne posierte, warfen ihr Internetnutzer Heuchelei vor - als Feministin gehe so etwas nicht. Nun wehrt sich die Schauspielerin: "Es geht um Freiheit."

Emma Watson selbst war begeistert. Begeistert von der kreativen Zusammenarbeit mit Fotograf Tim Walker, von den interessanten und schönen Fotos, die bei dem Shooting für die Titelgeschichte der "Vanity Fair" entstanden. Eine Aufnahme erregte besonderes Aufsehen: Watson posiert in einem grobmaschigen, weißen Bolero-Jäckchen von Burberry - ohne etwas darunter, sodass ihre Brüste teilweise zu sehen sind.

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Emma Watson: "Kein Stock, um andere Frauen zu schlagen"

Foto: MARIO ANZUONI/ REUTERS

Feministin Watson so freizügig? Das geht gar nicht, empörten sich einige Internetnutzer, darunter die Londoner Radiomoderatorin Julia Hartley-Brewer, der auf Twitter fast 65.000 Menschen folgen.

Watson, die gerade für ihren neuen Film "Die Schöne und das Biest" wirbt, wehrte sich nun in einem Gespräch mit der BBC gegen die Kritik - und zwar mehr als deutlich. Diese Aussagen würden belegen, wie viel Irrglauben es noch über Feminismus gebe, sagte die 26-Jährige. "Im Feminismus geht es darum, Frauen eine Wahl zu geben. Feminismus ist kein Stock, mit dem man andere Frauen schlagen kann", sagte Watson. "Es geht um Freiheit, um Befreiung, um Gleichberechtigung. Ich weiß wirklich nicht, was meine Titten damit zu tun haben."

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Das Ganze sei verwirrend, sagte Watson. Viele Leute seien verwirrt. Sie selbst, so die Schauspielerin, sei in der Regel einfach still verblüfft.

"Was haben die Leute über dich gesagt?", fragte ihr Kollege Stevens. "Sie haben gesagt, ich könne keine Feministin sein und...", kurze Pause, "...Brüste haben", antwortete Watson, nachdem ihr Stevens die Formulierung lieferte. Und damit war im Grunde alles gesagt.

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