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Fan Bingbing: Lebenszeichen des verschwundenen Superstars

Foto: Stephane Mahe/ REUTERS

Verschwundene chinesische Diva Filmstar Fan Bingbing ist zurück - und muss Millionenstrafe zahlen

Das Rätsel um Chinas Superstar Fan Bingbing ist gelöst. Sie wurde offenbar monatelang festgehalten, weil sie Ärger mit Steuerbehörden hatte. Nun soll sie 111 Millionen Euro zahlen.

Die berühmte chinesische Schauspielerin Fan Bingbing hat sich zum ersten Mal seit Monaten öffentlich geäußert. Im Juni wurde öffentlich, dass sie Steuern hinterzogen haben soll. Die 37-Jährige verschwand kurze Zeit später spurlos.

Nun ist bekannt geworden, dass sie wegen der Vorwürfe offenbar von den Behörden festgehalten worden war. Das berichtet die Zeitung "South China Morning Post " unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen.

Fan habe demnach in einer Ferienanlage unter Bewachung gestanden. Das Areal werde üblicherweise genutzt, um Funktionäre zu vernehmen. Anschließend sei sie nach Peking zurückgekehrt. Laut dem Bericht kann die Schauspielerin weiterhin befragt werden, befindet sich aber nicht mehr in Gewahrsam.

Die Schauspielerin muss wegen Steuerhinterziehung hohe Summen nachzahlen. Die Bußgelder, Steuernachzahlungen und Gebühren für Fan und ihre Firma summieren sich nach Angaben von Xinhua auf 883 Millionen Yuan, heute umgerechnet 111 Millionen Euro. Die 37-Jährige kann demnach einer Strafverfolgung entgehen, wenn sie rechtzeitig bezahlt.

Fan ist Chinas am besten bezahlte Schauspielerin und international bekannt aus Hollywood-Streifen wie "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" und "Iron Man 3". Außerdem wirbt sie für internationale Luxusfirmen.

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Das Vertrauen "nicht verdient"

Auf dem sozialen Netzwerk Weibo entschuldigte sich die Schauspielerin. Sie akzeptiere die Entscheidung der Steuerbehörde und werde alles tun, um die Probleme zu lösen. "Ich habe das Vertrauen der Gesellschaft nicht verdient und habe meine Fans enttäuscht, die mich lieben", schrieb sie.

Es ist ihr erstes Statement in dem sozialen Netzwerk seit Juni. Damals begannen die Probleme der 37-Jährigen: Es wurde bekannt, dass chinesische Filmproduktionsfirmen häufig Schauspielern zwei verschiedene Verträge aushändigten. Ein niedrig dotierter Vertrag wurde den Steuerbehörden präsentiert, während eine zweite Vereinbarung die wahre Höhe des Honorars enthielt.

Auch Fan nutze offenbar solche Verträge. Seit Bekanntwerden der Vorwürfe geht die chinesische Regierung verstärkt gegen sogenannte Yin-Yang-Verträge vor.

jpz/dpa/AP/Reuters