Farrah Fawcett "Es ist Zeit für ein Wunder"

Seit drei Jahren kämpft Schauspielerin Farrah Fawcett gegen ihre Darmkrebserkrankung. Doch Chemotherapie und Bestrahlung schlugen nicht an. Jetzt strahlt ein US-Sender eine Dokumentation aus: "Farrah's Story" zeigt die vergangenen 19 Monate aus Sicht der Schauspielerin.

Los Angeles - "Ich will nicht an dieser Krankheit sterben", sagte Farrah Fawcett noch vor zwei Jahren in einer Videoaufnahme, die der US-Sender NBC am Freitag ausstrahlen wird. Natürlich wisse sie, dass jeder Mensch einmal sterben müsse, dennoch wolle sie leben und bete zu Gott: "Es ist wirklich Zeit für ein Wunder."

Seit Bekanntwerden ihrer Krebserkrankung hat der "Drei Engel für Charlie"-Star ein Video-Tagebuch geführt - mit Dokumentationen ihrer Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und Treffen mit Freunden. Was ursprünglich als persönliche Erinnerung an die Ratschläge und Diagnosen der Ärzte geplant war, ist jetzt zu einer Art Rückblick geworden.

Der Krebs sei "eine mysteriöse Krankheit, die ihren eigenen Gesetzten gehorche", sagt sie in dem Bericht, und stellt sachlich fest: "Meiner ist derzeit unheilbar."

Ex-Partners Ryan O'Neal, mit dem sie von 1980 bis 1997 liiert war und den gemeinsamen Sohn Redmond hat, erinnert sich an die Aufnahmen: "Es gab Momente, in denen es ihr sehr schlecht ging und sie sich übergeben musste. Aber das war ihr egal. Sie war besessen, verstehen Sie? Sie ist ein Leben lang gefilmt worden, seit sie 19 oder 20 war", sagte er laut "Daily Mail".

Zur Premiere von "Farrah's Story" in Beverly Hills erschienen am Mittwoch zahlreiche Prominente - neben den Schauspielerinnen Melanie Griffith und Jacqueline Bisset waren auch die Produzentin des Films, Alana Stewart, und die deutsche Ärztin Ursula Jacob nach Kalifornien gekommen.

Am 29. September 2006 war erstmals Darmkrebs bei Fawcett festgestellt worden. Im November 2006 begann Fawcett ihre Chemotherapie, die zeitweilig Erfolg brachte. Im Mai 2007 dann wurden Metastasen gefunden. In der heutigen Ausgabe der "Bild"-Zeitung erklärt der Mediziner Norbert Pfützenreuter, eine für April in München geplante Operation, eine Schleimhautabtragung der Gebärmutter, sei abgesagt worden, weil Fawcett nicht transportfähig war: "Die vereinbarte Operation kam nicht mehr zustande, sie war zu schwach, wir haben nur telefoniert", sagte er dem Blatt.

In Zeiten gesundheitlicher Besserung habe Fawcett "sehr, sehr optimistisch" gewirkt, sagte Ex-Partner O'Neal. "Sie war so glücklich damals." Er bewunderte ihren Mut und erklärte, sie habe immer gehofft den Krebs besiegen zu können. Am Anfang sei es für alle sehr schwer gewesen, ihre Krankheit zu akzeptieren: "Sie war sehr athletisch, gesund, hungrig und schön." Erst vor fünf oder sechs Monaten habe er verstanden, wie krank sie wirklich ist, als sie bei einem Spaziergang umkehren musste.

Inzwischen ist Fawcett ans Bett gebunden und empfängt keine Besuche. Dem wegen Drogendelikten im Gefängnis sitzenden Sohn Redmond war vor zwei Wochen ein Besuch bei der Mutter gestattet worden.

In einem NBC-Fernsehinterview hatte O'Neal am Mittwoch gesagt: "In den vergangenen zwei Jahren habe ich sie mehr geliebt als jemals zuvor." Fawcett sei "ein Fels" und habe allen gezeigt, wie sie mit der Situation umgehen müssen. "Sie ist außergewöhnlich. Ich weiß nicht, was ich ohne sie tun werde."

ala
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