Fashion Week New York Ein Lob der Mode-Päpstin

Während der Fashion Week in New York haben zwei Stars unter den Designern ihre Frühjahrs- und Sommerkollektionen gezeigt: Michael Kors und Oscar de la Renta. Aufgefallen sind Kors' Freude am geometrischen Aussparen - und die lobenden Worte der Mode-Päpstin.

AFP

New York - Es waren zwei hochkarätige Schauen, die in New York gezeigt wurden: Die Designer Michael Kors und Oscar de la Renta zeigten während der Fashion Week, wie sich Frauen ihrer Meinung nach im kommenden Frühjahr und Sommer kleiden sollten.

Kors Entwürfe waren schlicht und elegant: Die Models zeigten sich vor allem in schwarzen, bodenlangen Kleidern, deren klare Linien auffielen. Mal war es ein Rücken- oder Brust-Ausschnitt in Rautenform, mal ein hoher Beinschlitz, der das Schwarz aufpeppte. Kam doch Farbe ins Spiel, waren es kräftige Töne: rot, grün, gelb.

Kors ist bekannt als Designer, den Schauspieler, Sänger und selbst Politiker lieben: Unter anderem Angelina Jolie, Cameron Diaz, Jennifer Lopez und Barbra Streisand ließen sich schon in seinen Entwürfen ablichten. Und für ihr erstes offizielles Porträt wählte US-Präsidentengattin Michelle Obama ein Kleid aus einer Kors-Kollektion - und löste damit einen neuen Kult um die weibliche Oberarmmuskulatur aus.

Ritterschlag von Wintour

Ann Romney, die Frau, die gerne Michelle Obamas Nachfolgerin als First Lady wäre, trug bei ihrem ersten großen Auftritt auf dem Parteitag der US-Republikaner ein Kleid von Oscar de la Renta. Der Star-Designer präsentierte seine Frühjahrs- und Sommerkollektion 2013 ebenfalls auf der Fashion Week in New York - und seine Entwürfe wirkten im Vergleich zu Kors deutlich farbenfroher.

Auch de la Rentas Modelle waren vor allem auf Eleganz ausgelegt. Doch er zeigte sichtlich mehr Freude am Kombinieren von unterschiedlichen Farben und Textilien. So waren beispielsweise auf knallig-pinkfarbene Kleider jede Menge Federn oder Kügelchen in Türkis genäht. Und über das babyblaue Kleid trug ein Model eine pinkfarbenen Kurzarm-Jacke.

Begeistert von der Modenschau zeigte sich vor allem eine Frau, deren Wort in der Branche Gewicht hat: "Ich finde, es war großartig", sagte Anna Wintour. Sie gilt als Chefredakteurin der US-"Vogue" als eine Art Mode-Päpstin.

Die Fashion Week mit rund hundert Veranstaltungen dauert bis zum Donnerstag. Erwartet werden noch die Entwürfe von Ralph Lauren und Calvin Klein.

aar/Reuters



insgesamt 4 Beiträge
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schwickschwack 12.09.2012
1. Meine Güte
Die sind ganz schön klapprig, die Mädels..
Neinsowas 12.09.2012
2. Gott, wie schrecklich!
Wie hässlich diese Gestalten da auf den Bildern beeindrucken - welch hässliche Mode, welch hässliches Kleid der Heidi Klum, welch hässlich aufgedackelte Modeelite, die sich anscheinend nur allzu gerne selbst feiert!
bildungsarbeiter 13.09.2012
3. Beeindruckend, aber nicht nachvollziehbar
Ich oute mich mal: Ich nutze ein 35-Euro-Nur-zum-Telefonieren-Pre-Paid-Handy, das ich vor gut 2 Jahren in der Filiale eines namhaften Drogerie-Discounters erwarb. Mir erschließt sich der ganze Smartphone-Hype bisher noch nicht, obwohl ich gelegentlich das Smartphone meiner Partnerin in den Händen halte und es schrecklich unpraktisch und verwirrend finde. Dabei bin ich erst/schon 33. Um es auf den Punkt zu bringen: Mir erschließt sich dieser Smartphone-Hype bisher in keinster Weise. Dabei bin ich beruflich durchaus auf das Internet angewiesen. Möglicherweise liegt das aber auch an der bisher aberwitzigen Angebotslandschaft für Verträge für "internetfähige" Handys. Den Hype um Apples Handys verfolge ich dennoch staunend. Ich kann soviel infantile Verspieltheit kaum fassen.
cythere 13.09.2012
4. Mentales KIK
Man darf auf das Wort von Wintour nicht mehr viel geben. Sie ist eine Mumie ihrer selbst. Veraltet. Démodé. Obsolete. Aber sie ist eben immer noch besser als irgendeine bloggende Strickliesl. Niemand scheint die entsprechende Bildung und Haltung mitbringen zu können. Die Nachwuchsgeneration, tja, sind ziemlich perdu. Mentales KIK.
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