"Forbes"-Ranking Hollywoods Bestverdienerinnen

Gleiche Leistung, deutlich schlechtere Bezahlung: Dieses Missverhältnis zwischen Männern und Frauen existiert in der US-Filmbranche genauso wie andernorts. Nicht dass Hollywoods Top-Schauspielerinnen darben müssten - das "Forbes"-Magazin listet die bestverdienenden.

DDP

Hamburg - Nicht nur würden männliche Kollegen mit vergleichbarem Status wesentlich besser bezahlt als die Frauen, so "Forbes", auch die Rollenauswahl sei für Schauspieler ungleich größer. "Sie sind eine Hollywood-Aktrice über 40? Dann können Sie gleich 'ne Oma spielen", lautet der Rat des Magazins, das nun die Top-Verdienerinnen der Branche gelistet hat.

Dafür zog "Forbes" für den Zeitraum von Juni 2009 und Juni 2010 sowohl Vorauszahlungen für künftige Projekte heran als auch natürlich Filmgagen, Beteiligungen an Einspielergebnissen, Werbeverträge und Einnahmen durch Beteiligungen am DVD-Verkauf.

So schaffte es zum Beispiel Jennifer Aniston unter die Top Ten, obwohl sich die lauen Komödien, die sie im zurückliegenden Jahr drehte, an den Kinokassen zumeist als Rohrkrepierer erwiesen. Doch die Schauspielerin verdient immer noch am DVD-Verkauf der Erfolgsserie "Friends" (die 2004 eingestellt wurde), zudem brachte sie ein eigenes Parfum auf den Markt - für Prominente eine der lukrativsten Einnahmequellen.

Immerhin: Die zehn bestverdienenden Schauspielerinnen Hollywoods sind fast alle jenseits der 30, die Hälfte von ihnen gar älter als 40. Und wenn die Mehrzahl auch auf das Genre (alberne) "romantische Komödie" festgelegt ist - zumindest auf Oma-Rollen musste noch keine von ihnen ausweichen.

pad



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