Verstorbene Formel-1-Legende Niki Lauda bekommt Kurve in Spielberg zurück

Kein Österreicher hat die Formel 1 so sehr geprägt wie Niki Lauda. Um den dreifachen Weltmeister zu ehren, wird nun eine Kurve beim Grand Prix in seiner Heimat nach ihm benannt - zum zweiten Mal.

Sebastian Vettel im Ferrari beim Großen Preis von Österreich
DPA

Sebastian Vettel im Ferrari beim Großen Preis von Österreich


Das erste Rennen in Österreich seit dem Tode Niki Laudas steht ganz im Zeichen der verstorbenen Formel-1-Legende. Seit Sonntag ist der dreimalige Weltmeister nun auch ganz ein Teil des Rings des Großen Preises von Österreich. Die erste Kurve des Parcours trägt ab sofort wieder seinen Namen.

Laudas Witwe Birgit und sein Sohn Lukas sowie sein langjähriger Weggefährte Helmut Marko waren anwesend, als die Startkurve offiziell getauft wurde. Marko, Motorsport-Berater bei Streckeneigner Red Bull, überreichte symbolisch eine Skulptur, die dem Layout des Red-Bull-Rings entspricht.

"Uns bedeutet es besonders viel, natürlich auch für die Familie, weil es dem Niki so viel bedeutet hätte", sagte Birgit Lauda: "Mit einer Kurve gab es ja die Geschichte, dass er schon einmal eine hatte, und dann wurde sie ihm quasi weggenommen. Damals war er doch recht enttäuscht und traurig."

Lauda erlangte in Siebzigerjahren Legendenstatus

Als die Strecke noch A1-Ring hieß, war bereits eine Kurve nach Lauda benannt, mit der Übernahme durch Red Bull erhielten die meisten Kurven jedoch Sponsorennamen. "Im Zuge der Umgestaltung des Rings ist sie irgendwie abhanden gekommen, und das hat Niki gestört", sagte Marko: "Ich habe ihm gesagt: 'Du kriegst wieder eine Kurve.' Jetzt ist glaube ich der richtige Moment, um den Mythos, die Persönlichkeit und vor allem die Verdienste für den Motorsport, die Niki Lauda getätigt hat, in würdiger Weise zu dokumentieren."

Lauda wurde dreimal Weltmeister (1975, 1977, 1984), erlangte auch durch den Feuerunfall am Nürburgring 1976 und seine schnelle Rückkehr ins Cockpit Legendenstatus.

Nach der aktiven Karriere blieb er der Formel 1 in verschiedenen Rollen erhalten. Bis zuletzt war er als Aufsichtsratschef entscheidend am Aufschwung des Mercedes-Werksteams beteiligt, das den Sport seit 2014 dominiert. Lauda verstarb im Mai im Alter von 70 Jahren.

bam/sid



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