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Gestorben Franco Battiato, 76

aus DER SPIEGEL 21/2021
Foto: Luca Bruno / AP

Der italienische Liedermacher und Sänger bediente sich mit leichter Hand diverser Stile und Genres: Oper, Electro, Weltmusik. Seine geistreichen Texte machten ihn unverwechselbar. Auf die Beatles spielte er in »Cuccurucucù« ebenso mühelos an wie auf Silvio Berlusconis Sexpartys in »Inneres Auge«. Mehr als 30 Alben veröffentlichte der Cantautore Franco Battiato. In Italien war er eine Art Volksheld, das deutsche Publikum kennt ihn durch seinen Auftritt mit der Sängerin Alice beim Eurovision Song Contest 1984; das Duo belegte mit »I treni di Tozeur« den fünften Platz. Battiato schrieb auch Lieder für Künstlerinnen wie Milva. Unter dem Pseudonym Süphan Barzani war er als Maler tätig. Er kam 1945 in Riposto, Sizilien, zur Welt, zog früh nach Mailand – und blieb seiner Heimat immer treu. In den Neunzigerjahren positionierte er sich gegen die Mafia bei einem Konzert für die ermordeten Richter Giovanni Falcone und Paolo Borsellino. Franco Battiato starb am 18. Mai in Milo, Sizilien.

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