Früherer Wrestling-Star Der "Macho Man" ist tot

Seine Markenzeichen waren die grelle Kleidung, die Sonnenbrille, die kratzige Stimme: Der frühere Wrestling-Champion "Macho Man Randy Savage" ist im Alter von 58 Jahren gestorben. Die Todesursache muss noch per Obduktion festgestellt werden. 

REUTERS/Courtesy of WWE

Clearwater - Die Schaukämpfe der World Wrestling Federation (WWF) waren seine Bühne: In den achtziger und neunziger Jahren war "Macho Man Randy Savage" einer der populärsten Wrestling-Stars der Welt. Nun ist Randall Mario Poffo, wie er mit bürgerlichem Namen hieß, bei einem Autounfall im US-Bundesstaat Florida gestorben. Er wurde nur 58 Jahre alt.

Sein Jeep habe sich überschlagen und sei frontal gegen einen Baum geprallt, berichtete die Highway-Polizei. Der Unfall ereignete sich den Angaben zufolge am Freitag gegen 9.30 Uhr Ortszeit. Die Polizei vermutete allerdings, es könnte vor dem Crash einen medizinischen Notfall gegeben haben. Eine Autopsie soll darüber Aufschluss geben.

Das Internetportal "TMZ" berichtet unter Berufung auf Poffos Bruder, der frühere Wrestling-Star habe am Steuer einen Herzinfarkt erlitten.

Laut Polizei saß auch eine 56-jährige Frau im Auto, die nur leicht verletzt wurde. Nach Angaben der Wrestling-Organisation WWE soll es sich dabei um die Ehefrau Poffos handeln. "Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und seinen Freunden", heißt es in einem WWE-Statement.

Als "Macho Man" sorgte Poffo für Furore in der WWF, die sich später in WWE umbenennen musste (World Wrestling Entertainment). Sein Markenzeichen waren die grelle Kleidung, die übergroße Sonnenbrille, die kratzige Stimme. Randy Savage liebte den spektakulären Auftritt. Beim Einlauf trug er oft einen Cowboy-Hut und eine paillettenbesetzte Robe, auf deren Rückseite "Macho Man" gestickt war.

Als Begleitung am Ring stand "Miss Elizabeth", die im echten Leben Elizabeth Hulette hieß und mit dem "Macho Man" verheiratet war. Die Ehe zerbrach später, Hulette starb 2003 an der Überdosis eines Medikaments.

Savage war zweimal Champion der WWF, die Fans feierten seinen "Flying Elbow", einen Angriff vom obersten Seil auf den am Boden liegenden Gegner. Im Wrestling werden den Athleten ihre Rollen ebenso vorgegeben wie der Ausgang der Gefechte. So zählte der "Macho Man" sowohl zu den meistgehassten als auch zu den meistgeliebten Kämpfern. Die Shows erlangten weltweit große Popularität, wurden aber auch wegen des offensichtlichen Steroid-Missbrauchs der Protagonisten kritisiert. Der "Macho Man" beendete seine Laufbahn 2004.

Die Wrestling-Welt reagierte schockiert auf den Tod von Randall Mario Poffo - so auch Hulk Hogan, der sich mehrere Fehden mit dem "Macho Man" geliefert hatte. Er habe gerade nach zehn Jahren des Schweigens wieder angefangen mit Randy zu sprechen, schrieb Hogan bei Twitter. "Ich bin völlig fertig."

hut/AP

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