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Fußballer in Anzügen: Bitte recht smart

Foto: Fabrizio Giovannozzi/ AP/dpa

Mode bei der Fußball-WM Was für ein Typ!

Die italienische Nationalmannschaft hat's einfach drauf. Sie denken jetzt an Fußball? Wir sprechen von modischer Eleganz! Keiner posiert so smart wie die Azzurri - auch wenn viele es versuchen.

Rio de Janeiro - Die deutsche Nationalmannschaft fliegt ohne Marco Reus, aber in edlem Zwirn nach Salvador. Ausstatter Hugo Boss schwärmt vom "lässigen Casual-Look" für die "stilvolle Reise nach Brasilien". Schön und gut. Aber was ist mit der attitude?

Haben die Deutschen diese irre Mischung aus Coolness und Selbstüberschätzung, die die Italiener ausstrahlen? Selbst das Aussteigen aus dem Flugzeug  gerät den Azzurri zum testosteronumwölkten Event: Die Sonnenbrille sitzt, die Pose stimmt. Die Gangway als Catwalk.

Was immer ihr über unseren Fußball denkt, scheinen sie auszustrahlen, wir sind einfach bello e impossibile. Wer bescheiden ist, ist selber schuld . "Die Italiener wollen allen zeigen, wie elegant sie sind: Sie sind Style, sie sind Grandezza", urteilt der Designer Michael Michalsky auch über ihr Trikot. Das erinnere an ein "Casual-Fünfziger-Jahre-Shirt" und sei einfach "super".

Dagegen die englische Nationalmannschaft. Ordentlich gekämmt, die Krawatte akkurat gestreift, posieren die Spieler in Reih und Glied bei ihrem Abflug vom Flughafen Luton. Die Anzüge sind vermutlich teuer gewesen. Aber ohne den anarchischen Mode-Einfluss von David Beckham wirken die Briten, als ob sie zum Jahreskongress der Versicherungsvertreter nach Brasilien fliegen.

Die Spanier sind da ehrlicher. Sie sparen sich den verordneten "Casual-Look" für die Reise, sie verzichten auf Anzüge. Es ist ja nicht so, dass die "Roja", wie die Nationalmannschaft genannt wird, nichts auf Aussehen und Außenwirkung gäben. Auch Spaniens Spieler widerstehen nicht der bei Fußballern weitverbreiteten Versuchung, sich mit Models, Moderatorinnen und Sängerinnen zu umgeben. Oder Sportwagen zu sammeln.

Aber vor ihrem Abflug aus Madrid sind die Nationalspieler vor allem eines: ziemlich uneitel. Mit Adidas-Leibchen und Turnschuhen lachen sie in die Kameras, Taschen umgehängt, den Arm um die Teamkameraden gelegt. (Die Bilder finden Sie hier).

Vielleicht erwirbt man sich diese spanische Lässigkeit, wenn ein Dandy wie Real-Madrid-Star Cristiano Ronaldo nicht nur ständig neben einem über den Platz trabt, sondern auch noch halbnackt an jedem Kiosk liegt.

Vielleicht ist es aber auch einfach nur die Lässigkeit eines amtierenden Weltmeisters.


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kgp
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