Emilia Clarke aus "Game of Thrones" Mit Hitler-Videos auf das Staffelfinale vorbereitet

In der letzten Folge von "Game of Thrones" hält Emilia Clarke als Drachenkönigin Daenerys Targaryen eine Rede. Was sich die Schauspielerin dafür ansah und wie sie die Szene übte, hat sie nun erzählt.

Dimitrios Kambouris/ TIME/ Getty Images

Warnung: Der folgende Text enthält Spoiler - wenn Sie nichts über die Handlung in "Game of Thrones" erfahren wollen, sollten Sie nicht weiterlesen.

Die finale Folge "Game of Thrones" ist erschienen, nach acht Jahren ist die Saga vorbei. Auch Emilia Clarke verabschiedete sich von ihrer Rolle als Drachenmutter. Die hält in der letzten Folge eine flammende Rede auf Dothraki und Valyrisch, den Kunstsprachen der Serie. Wie sich die Schauspielerin auf diese Szene vorbereitete, hat sie nun in einem Interview mit "Variety" berichtet.

Clarke lernte die beiden Sprachen für die Serie, für den Zuschauer wird ihre Rede jedoch untertitelt. Zur Vorbereitungen habe sie sich Reden von Diktatoren und mächtigen Führern angeschaut, sagte die Schauspielerin. "Ich wollte herausfinden, ob ich verstehen kann, was sie sagen, ohne ihre Sprache zu kennen."

Und Clarke habe gemerkt: Das funktioniere. Man könne auf jeden Fall verstehen, was Hitler sage. Daraus habe sie für sich einen Schluss gezogen: Wenn sie jedes einzelne Wort, das sie spreche, auch selbst glaube, würde das Publikum nicht so sehr auf die Untertitel schauen - weil auch dieses verstehen würde, was sie sage.

Ihre Ansprache hielt Clarke dann übrigens komplett ohne Publikum - abgesehen von dem Kamerateam. Die Szene wurde vor einem Greenscreen gedreht.

Fotostrecke

8  Bilder
Emilia Clarke: Eine Rede für den Kühlschrank

Die Vorbereitungen auf die Szene hätten sie sehr unter Druck gesetzt. Clarke habe Angst gehabt, die Szene zu vermasseln. Also übte und übte sie die Rede in den fremden Sprachen immer und immer wieder. Sie habe die Rede sogar vor ihren Haushaltsgeräten gehalten. "Ich sagte es zu meinem Herd, ich sagte es zu meinem Kühlschrank. Ich sagte es zu ganz Belfast aus meinem Fenster heraus." Das habe sie aber vorsorglich geschlossen.

Das Ende der Serie berührt die Schauspielerin offensichtlich sehr. "Diese Frau hat mein ganzes Herz in Anspruch genommen," schrieb Clarke zum Staffelende auf Instagram. Die Serie habe sie als Frau, Schauspielerin und Mensch geprägt. Zuvor hatte sie sich zum Abschied bereits kleine Drachen auf den Unterarm tätowieren lassen - und nannte sich Drachenmutter auf Lebenszeit.


Sie wollen mehr "Game of Thrones"? Hier können Sie lesen, wie die letzte Folge der Serie war.

sen



© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.